„Hunde, die bellen“ – Aufhören? Ja, nein, vielleicht oder gar nicht drüber nachdenken?

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"Hunde, die bellen" - Aufhören? Ja, nein, vielleicht oder gar nicht drüber nachdenken?

Einen wunderschönen Sonntagabend miteinander,

ich kann es kaum glauben, dass ich nach 2 Wochen endlich wieder richtig Zeit bzw. Lust zum Bloggen habe und nachher wahrscheinlich auch noch auf Blogs stöbern werde (stellt euch hier ein Party-GIF vor). Nein, das ist das erste Mal seit Monaten, dass ich mir dafür den ganzen Tag Zeit nehme und dazu richtig motiviert bin! Ohne, dass im Hinterkopf noch andere Dinge darauf warten in die Tat umgesetzt zu werden. Ohne, dass ich mich irgendwie motivieren muss etwas für den Blog zu machen. Es kam von selbst. Ich habe natürlich die Idee gehabt, die Zeit heute zu nutzen, nur so ist es einfach und das, obwohl die Sonne so herzhaft lacht. Um auf den Punkt zu kommen: Ich wünschte, es wäre öfter so.

Das ist es nur leider nicht (mehr). Darum setze ich mich heute in diesem Beitrag mit dem Thema auseinander, ob ich nicht mit dem Bloggen aufhören sollte. Merkwürdig, gerade heute, wo ich so einen guten Lauf habe und sowas von nicht daran denke, aufzuhören, mich freue, die anderen Beiträge online zu stellen, mich mit anderen Blogger*innen auszutauschen und mich produktiv zu fühlen. Doch vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt drauf zu schauen, weil es mich gerade nicht runter zieht.

Das „Ja“ zum Aufhören

Seit Monaten trage ich die Gedanken mit mir rum: „Ich habe keine Lust“, „Ich schmeiße hin“, „Ich müsste mal wieder was am Blog machen“, „Ich habe noch nicht mal viel gelesen“, „Ich will mir Zeit für andere Dinge nehmen“, „Es nervt mich, ständig daran zu denken, den Blog nicht zu vernachlässigen“, „Keine Lust wieder stundenlang vorm Rechner zu hängen, das hab ich auf Arbeit genug.“. Diese Beispiele zeigen meine Unzufriedenheit. Das liegt vor allem daran, dass ich einen hohen Anspruch an mich habe. Besonders bei Dingen, in die ich viel Herzblut reinstecke. „Buchpfote“ gehört dazu. Schaffe ich es nicht, dem gerecht zu werden, kommen Zweifel. Ich denke, dem ein oder anderen sind solche Gedanken nicht unbekannt. Vielleicht spreche ich ja einigen aus der Seele. Zum Bloggen oder allgemein zu durchgängigen Hobbies gehört eine Regelmäßigkeit. Die ist bei mir Flöten gegangen trotz Zuwachs von Celina auf dem Blog, trotz Änderungen im Design und Aufbau des Blogs, trotz inzwischen digitalen Redaktionsplanes für uns. Ich könnte jetzt sagen, als ich Single war, war es einfacher. Dem war auch so. Mit Partnerschaft und seit letztem Jahr Junghund verschieben sich Prioritäten, Pflichten, Motivation und Interessen. Ich sehe das bei anderen Blogger*innen genauso. Viele haben jung im Schul- oder Studentenalter begonnen. Mit Beruf, Familie & Co. veränderte sich das Leben und der Blog steht hinten an. Verständlich. Mir geht es ähnlich, obwohl ich spät mit dem Bloggen begonnen habe und mitten im Leben stehe. Also aufhören, um Druck und Zweifel loszuwerden, sich freier fühlen?

Ein weiterer Punkt ist, das ich nicht vergessen werden möchte. Um das zu vermeiden, ist Aktivität zwingend notwendig. Da gehört Social Media natürlich dazu und glaubt mir, manchmal möchte ich mein Smartphone in die Ecke pfeffern und einfach Tageszeitung lesen. Mich wieder grundlegend realen Dingen widmen statt digital überall dabei zu sein (das schaffe ich eh nicht). Doch ohne Social Media, was wäre der Blog dann? Es geht inzwischen nicht mehr ohne. Das habe ich bereits zu meiner Anfangszeit vor 4 Jahren festgestellt (Beitrag hier). Social Media kann anstrengend sein und rein theoretisch müsste ich mich noch erweitern, weil TikTok & Co. ja so angesagt sind… Mir fällt es noch nicht mal schwer, tagelang nicht auf Social Media unterwegs zu sein. Würde ich aufhören, könnte ich mich von diesem Druck verabschieden.

Was ich noch los werden würde ist, dass meine Daten im Netz völlig publik gemacht werden. Versteht mich nicht falsch. Mir ist vollkommen bewusst, dass das klar ist, sobald ich eine öffentlich zugängliche Homepage erstelle und öffentliche Profile bei Social Media, dass ich mit einem gewissen Risiko leben muss. Entweder hop oder top! So schauts aus. Ich schreibe schließlich ziemlich persönlichen Kram, meine Anschrift ist im Impressum und Datenschutzerklärung einsehbar. Doch sich vor Datenmissbrauch schützen, ganz ehrlich, das ist sehr schwer. Ich weiß das. Ich arbeite in einem Telekommunikationsunternehmen. Mir sind einige Betrugsmaschen bekannt und die Opfer können sich kaum wehren.

Ich möchte oft auch nur noch Leserin sein. Als Bloggerin lese ich Bücher einfach anders. Zumindest ist das meine persönliche Meinung. Ich lese nicht einfach nur ein Buch, schlage es zu und denke für mich selbst darüber nach, sondern ich setze mich kritischer damit auseinander und spreche mit anderen darüber. Das ist nicht schlecht, es verändert nur das Leseerlebnis. Und manchmal möchte ich das einfach nicht, deswegen rezensiere ich auch nicht mehr alles. Sondern tauche nur noch für mich ab. Ganz allein für mich, ohne dass sich jemand einmischt oder ich mich irgendwo einmische. Stellt euch das vor, wie eine eigene kleine Oase. Würde ich aufhören, hätte ich das immer.

Das „Nein“ zum Aufhören

Ein Tag wie heute zeigt, wie toll das Bloggen doch sein kann. Ein Tag wie heute zeigt, was ich in diesem Hobby leisten kann und wie stolz ich darauf sein kann. Ein Tag wie heute zeigt mir, dass mein Bücherregal mich zu weiteren Dingen motiviert als nur zu lesen. Ein Tag wie heute zieht mich in eine Blase, die nicht jeder betreten kann. Ein Tag wie heute zeigt mir, dass ich mir Dinge von der Seele schreiben kann und mich danach besser fühle, obwohl es öffentlich gemacht wird.

„Buchpfote“ ist ein Teil von mir, ein Hobby, kein Beruf – das habe ich bereits nach 9 Monaten Bloggen festgestellt (Beitrag hier). Celina und meine Regelmäßigkeit liegen irgendwie mehr in der Unregelmäßigkeit. Versteht ihr, was ich meine? Wir sind aktiv, aber nicht zu festen Tages- oder Wochenzeiten, planen selten bis gar nicht voraus und nehmen uns auch nicht zu bestimmten Zeiten vor, Dinge vorzubereiten. Es passiert einfach. Klar nervt das, wenn man gern organisiert durchs Leben geht. Ich bewundere ganz viele Blogger*innen, die zum einen echt viel lesen (hallo, ich bin die mit 3 Büchern im Monat und da sind Hörbücher inbegriffen), regelmäßig an Aktionen teilnehmen, wahnsinnig vorplanen, in 1 Stunde einen fertigen Beitrag hinbekommen und dann noch ihr Leben abseits dessen voll ausleben. Das zeigt mir, das es geht. Wenn ich wollte, könnte ich. Doch will ich? Nö, ich mag mein Leben grad nicht umkrempeln. Ich schreibe meine ToDo´s ins Bullet Journal und mache es dann, wenn es für mich in den Kram passt. Dafür sollte nur eins passieren: Ansprüche runter schrauben, sich weniger Gedanken machen. Bleibe ich beim Bloggen, werden diese beiden Punkte ein langer Weg werden.

Was würde ich nur ohne meine Bubble machen? Seit 2018 blogge ich. Seit 2018 hat mich dieses Hobby rund ums Buch so vielen Menschen näher gebracht. Cliquen sind entstanden, Lesegruppen werden mit Leben gefühlt, Freundschaften erfüllen digital, per Postkarte, per Brief oder real meinen Alltag. Es sind keine hunderte Menschen, die ich ganz persönlich kennengelernt habe, aber einige, die ich ohne „Buchpfote“ nie kennengelernt hätte. Ich bin gemeinsam mit ihnen durch Buchmessen gelaufen, habe Wochenenden mit ihnen verbracht, Abende bei Pizza und Film, haben Corona gemeinsam mit Büchern und digitalen Miteinander durchlebt und ach ja, die DSGVO. Da muss ich lachen. Würde ich aufhören, ginge vielleicht ein Teil davon Stück für Stück verloren und manche Neulinge würde ich nie kennenlernen! Das geht so natürlich nicht.

Der Blick auf Bücher durch die Augen von mir als Bloggerin und durch die Augen anderer Blogger*innen hat sich verändert und erweitert. Ich sehe mehr, ich lese vereinzelt anderes als früher, ich empfehle mehr und anders. Ich liebe es tatsächlich noch mehr mich auszutauschen. Nicht nur mit „Das hat mir gefallen“, „Das war ganz nett“, sondern das Graben nach Details und auseinandernehmen von Charakteren, Settings und ganzen Fandoms. Ich gebe zu, das ist schon eine Hausmarke, es fordert, ist manchmal viel und ganz ehrlich, vorm Bloggen hatte ich KEINEN SUB, man verfällt förmlich einer Sucht, aber ich mag es nicht mehr missen.

Ich tobe mich wirklich gern aus, wenn ich einmal eine Idee im Kopf habe. Wörter, die ich zu einem oder mehreren Büchern los werden will, Fotos, die ich aus verschiedenen Perspektiven schieße, und Änderungen, die ich an meiner eigenen kleinen digitalen Welt auf „Buchpfote“ vornehme. Ich werde kreativ und manchmal führt das eine zum anderen. Ein Bullet Journal hätte ich sonst nie angefangen. Diego oder Leo in Szene zu setzen auch nie. Ich hätte meinen Wortschatz, mein Wissen um Genre, Verlage, Autor*innen nie so aufgebaut, wenn ich nicht bloggen würde. Es fordert und fördert.

Das „Vielleicht“ oder gar nicht drüber nachdenken

Ich werde heute nicht auf „Löschen“ drücken. Ich meine, schaut es euch an. In diesen Blog steckt nicht nur Arbeit, ja doch vor allem Arbeit, aber noch viel mehr. Wie gesagt, ich bin echt stolz drauf, manchmal pose ich natürlich gern damit. Nächstes Jahr werden es 5 Jahre. Das Einzige, was mir im Weg steht, bin ich selbst und meine Zweifel. Gehe ich locker weiter und denke weniger darüber nach, dass ich mal wieder was machen müsste und lasse den Druck einfach weg, sollte das machbar sein. Die nächsten Blogjahre werden kommen und zeigen, ob ich das hinbekomme. Vielleicht verabschiede ich mich von einem Social Media Kanal, um mir Dinge zu erleichtern. Mal sehen. Auf jeden Fall hilft es sehr, wenige Rezensionsexemplare in Anspruch zu nehmen. Kein Druck von außen beim Lesen, mehr Möglichkeiten für mich.

Liebe Grüße Tina (& Leo)

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21 Replies to “„Hunde, die bellen“ – Aufhören? Ja, nein, vielleicht oder gar nicht drüber nachdenken?”

  1. Hallo Schwester im Geiste!

    Ja, nein, vielleicht – die Entscheidung liegt (natürlich) ganz allein bei Dir, und wähle bitte den Weg, der sich für Dich am besten anfüllt, und nicht den, den Du meinst gehen zu müssen, um Erwartungen zu erfüllen. Mit vielen Punkten, die Du angesprochen hast, sprichst Du mir aus der Seele: Ich glaube, jede*r, der/die ernsthaft blockt, kommt irgendwann an diesen besagten Punkt, wo eine Entscheidung fallen muss. Der Weg dorthin ist immer mühsam, aber wenn die Entscheidung gefallen ist, wird es Dir besser gehen. Hör auf Dich…!

    Und – Hey! – es heißt nicht umsonst „Weniger ist mehr!“, was für mich so viel bedeutet, wie „Weniger kann mehr wert sein!“. Klar würde ich Dich hier vermissen, aber Leben bedeutet Veränderung, und manchmal verschieben sich eben die Prioritäten.

    Herzlichen Gruß
    Andreas

    1. Lieber Bruder im Geiste,

      danke dir für deine Worte. Die Entscheidung liegt ganz bei mir – ausblenden, sich selbst sehen, schauen, wie es mir damit geht.
      Heute bleibe ich beim Blog, reflektiere und wir werden sehen, wann Tage wie diese voller guter Blogarbeit in Erscheinung treten. Damit bleib ich dir erhalten.

      Tina

  2. Liebe Tina,
    ich kann dich so gut verstehen!!
    Der April lief bei mir so gut und ich dachte, jetzt habe ich den Dreh wieder raus. Haha. :/ Heute früh, als ich dachte „ich müsste mal wieder bloggen“, fühlten sich Rezensionen plötzlich als das Sinnloseste der ganzen Welt an. Was für ein dummes Hobby, dachte ich heute früh. xD Und dann lese ich deinen Beitrag und fand das „Ja zum Aufhören“ SEHR überzeugend!! xDDD

    Ich persönlich finde diesen Leistungsdruck am schlimmsten. Also der Leistungsdruck, der einem schon von Außen vorgegeben wird. Wie du sagst, man muss ständig präsent sein. Und am besten sollte man ständig neue und tolle Ideen haben, die andere mitreisen. Kein Wunder, dass man sich da innerlich schwer von den Erwartungen frei machen kann. Weil man will ja schließlich gemocht und gesehen werden.

    Du schreibst, dass andere strukturiert sind, voll viel lesen etc und dann noch ihr Leben voll ausleben. Da würde ich gerne Einspruch erheben. Denn man weiß es nicht. Es gibt eine Bloggerin, von der ich genau all dies dachte und mit den Jahren sehe ich nun, es ist kein bisschen so. Sie kriegt ihr Leben gar nicht auf die Reihe. Und wenn jemand strukturiert ist, weiß man auch nicht, wie viel „Zwang“ im Sinne einer Störung dahinter steckt. Seit ich mich mehr mit dem Thema Zwangsstörungen auseinandergesetzt habe, hinterfrage ich es oft, wenn jemand zu strukturiert ist. Natürlich hat nicht jeder eine Zwangsstörung, nur weil er strukturiert ist, so wie nicht jeder Chaot ein Messie ist. Aber ich bin inzwischen davon überzeugt, dass mehr Menschen damit zu kämpfen haben, als es die Gesellschaft wahr nimmt.

    Letztens schrieb jemand, er bewundere, dass ich so diszipliniert sei, weil ich immer meine Monatsbeiträge schreibe und er das nicht schafft. Hahaha, ich bin so undiszipliniert! Mir fallen Monatsbeiträge nur viel leichter als Rezensionen.
    Wir sehen eben nur Bruchstücke und interpretieren sie, ohne die wirkliche Wahrheit dahinter zu kennen.

    Ich verstehe das aber voll, was du schreibst. Ich kenne all die Gedanken in dem Artikel!

    An schlechten Tagen versuche ich das ganze als Chance zu sehen, an/mit meinem inneren Antreiber zu arbeiten. Daran zu arbeiten, dass ich nicht perfekt sein muss.
    Gerade weil es doch ein Hobby ist, sollten wir (ich schließe mich mit ein) uns nicht so viel Druck machen. Wir werden schließlich nicht dafür bezahlt. <3

    Ganz herzliche Grüße
    Petrissa

    1. Liebe Petrissa,

      schön, dass wir einander verstehen.

      Und ich gebe dir recht, an die Kehrseite der Medaille bzw. den Hintergrund, wenn bei jemanden der Blog in all seinen Facetten steht und strukturiert/organisiert ist, habe ich nicht gedacht. Wie war das? Der äußere Schein kann trügen?
      Jeder hat da sicher sein Päckchen oder derjenige bekommt es doch einfach gut hin, weil die Lebensumstände das erlauben.
      Ich weiß auch von anderen Beiträgen anderer Blogger, dass das Bloggen immer klar nicht nur als Hobby, sondern auch als Arbeit gesehen wird. Jedes Hobby erfordert auch Arbeit. Im Normalfall gibts einen gewissen Grad der Leistungssteigerung, eigene Ansprüche… Ok, davon wurde bereits gesprochen.
      Trotzdem gut, dass du mich daran erinnert hast!

      Der druck sollte nachlassen. Ich glaube, das wäre schon ein riesen Sprung 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

      1. Liebe Tina,

        ich habe da jetzt länger drüber nachgedacht, dass ein Hobby immer Arbeit ist. Das kann ich so nicht unterschreiben.
        Lesen ist für mich keine Arbeit – außer ich nehme zu viel ReziEx an. PC Spielen ist für mich keine Arbeit, Radfahren auch nicht. Selbst Malen und kreativ sein erlebe ich nicht als Arbeit.
        Ja, Bloggen erlebe ich durchaus manchmal als Arbeit. Aber nur dann, wenn ich selbst mit mir und dem, was ich will oder denke, machen zu müssen, nicht im Einklang bin. Wenn ich zb denke, ich muss mich mehr anstrengen, um gemocht (=gelesen) zu werden. In Zeiten, wo ich dieses Gefühl nicht habe, ist es für mich auch keine Arbeit. Ich für mich finde es dann wichtig, einen Schritt zurückzugehen und mir bewusst zu machen, dass es eben nur ein Hobby ist.
        Durch die Social Medias werden wir halt ständig bewertet, das ist bei anderen Hobbys in der Regel nicht so. Außer man nimmt an Wettkämpfen teil.
        Ich glaube, das ist das eigentlich anstrengende.

        Liebe Grüße
        Petrissa

        1. Liebe Petrissa,

          ob ein Hobby Arbeit sein sollte oder nicht. Es sollte nicht in Anstrengung und Druck enden, ansonsten kann es Arbeit sein. Denn Arbeit kann auch positiv sein, so wie Gartenarbeit, Schreibarbeit, Hundetraining macht auch Spaß, aber es ist Arbeit. Meist will ich auch ein gutes Ergebnis sehen. Wobei ich dir absolut recht gebe, dass das lesen für mich dann quasi Wellness bedeutet. *lach
          Verschiedene Ansichten. Wichtig ist, sich damit wohl zu fühlen und es niemanden weh tut.
          Auf jeden Fall gehe ich einen Schritt zurück 🙂 und gehe in mich.

          Liebe Grüße
          Tina

  3. Hallöchen Tina,

    ich kann verstehen, dass dich der eine oder andere Gedanke an den Blog unter Druck setzt. Wie du gesagt hast, weil es eine Herzensangelegenheit ist. Gerade weil es dir so wichtig ist, machst du dir auch so viele Gedanken deswegen. Und das ist okay.

    Mir ist mein Blog auch wichtig, doch da ich als Mama erst so richtig losgelegt habe (vorher war es wirklich total sporadisch), konnte ich von vornherein andere Prioritäten setzen. Das Kind, das Leben kommen einfach zuerst. Dann darf das Hobby Buchblog klopfen.

    Wenn ich mir überlege, ich habe etwa 40 offene Rezis. Und weißt du was? Es stresst mich keine Minute lang. Warum? Weil es Buchbesprechungen für ReziEx sind, sondern selbst gekaufte Exemplare.

    Mein Tipp an dich: geh es ein wenig gelassener an, dann sind die Sorgen weniger. Mach wie du Lust hast, denn du bloggst doch für dich und nicht für andere. Natürlich ist es schön, wenn viele andere Menschen dem Blog folgen, die eigenen Worte lesen und hoffentlich auch den einen oder anderen Kommentar hinterlassen. Aber dies sollten nicht die ausschlaggebenden Punkte sein, warum du den Rechner anwirfst und viel Zeit und Arbeit darin investierst.

    Wenn ich deine Gründe fürs Nichtlöschen lese, dann sehe ich sofort, dass du deine Gründe dafür, sofort negierst. Und das ist schön.
    Denn ich muss ehrlich sein. Ich möchte dich nicht mehr missen in meiner kleinen Bloggerbubble. ❤️

    Cheerio
    RoXXie

    1. Liebe Roxxie,

      danke. Ich muss echt sagen, dass ich echt vergesse, dass ich das hier doch für mich mache. Dass das mein Ding ist. Meine Verantwortung und meine Freiheit. Schlimm, was ich denke, was erwartet wird bzw. was ich dann von mir erwarte.
      Ja, locker angehen, Druck weg lassen. Daran arbeiten. Und mit großer Wahrscheinlichkeit bald ne Pause einlegen. Kopf frei kriegen, NUR lesen, ohne das drum herum und schauen was passiert.

      Ja, ich habe die Gründe gleich wieder negiert. Das ist für mich auch das Schwierige an dem Thema. Das Eine zieht das andere aktuell bei mir nach sich. Die Gründe sind grob gesagt voneinander abhängig. Ich hasse sowas ja, wenn ich das Knäuel nicht sauber auslösen kann – ich liebe Kompromisse. Nur das ist gerade für mich schwer umzusetzen.

      Ich bin genauso froh, dass wir in einer Bubble stecken. Das macht Spaß und ich mag das Miteinander. Das möchte ich ebenso nicht missen.

      Liebe Grüße
      Tina

      1. Vielleicht nimmst du dir im Sommer (Juni oder Juli) einfach mal einen blogfreien Monat, wie eine Art Sommerpause. Solltest du dann auch noch Urlaub haben, dann ist das doch echt perfekt und kannst es miteinander verbinden. 🙂

        1. Das ist auch der Plan. ich hab noch ein paar Beiträge, die ich online stelle. Das war das Gute letzten Sonntag. Ich hab echt richtig Zeit gehabt, was runter zuschreiben. *lach Seltene Momente… Jedenfalls, danach werd ich mal für ein paar Wochen in mich gehen 🙂

  4. Wie schön, dass es dir auch so geht 🙂 Ich hadere seit Monaten. Mal hab ich ein anderes Projekt im Hinterkopf, mal einfach keine Lust mehr und dann wieder schon… Ich versuche, mir da weniger Druck zu machen und es weniger eine Pflichtübung sein zu lassen. Mein Anspruch war immer, jede Woche einen Beitrag zu veröffentlichen. Letzte Woche hab ich es einfach nicht geschafft, zum ersten Mal in sieben Jahren. Und dann hab ich auch noch meinen siebten Blog-Geburtstag gestern verschlafen. Hat es jemand gemerkt? Es würde mich wundern.

    1. Einen schönen guten Abend,

      ja, wir können uns abklatschen. Die Idee jede Woche einen Beitrag zu bringen hatte ich auch schon oft. So einfach ist das wirklich nicht, daher, seit stolz, wenn dir das ansonsten gelingt.
      Wir beide üben jetzt einfach den Druck wegzulassen, ok?
      Auf jeden Fall alles gute nachträglich zum Bloggeburtstag, möge der Nächste kommen ,ob verschlafen oder nicht.

      Liebe Grüße
      Tina

  5. Hallo Tina!
    Ich fühle deine Worte so sehr! Mir geht es ähnlich, denn auch ich habe gemerkt, dass ich mir zu viel Druck setze manchmal und das ich einfach mal zurückschrauben muss. Deshalb habe ich gerade alle „Altlasten“ einfach wegfallen lassen und versucht quasi mit 0 zu starten. Das klappt bisher ganz gut und so habe ich auch lange keine Bücher (außer die Rezensionsexemplare) rezensiert. Es macht mir total viel Spaß einfach nur ein Buch zu lesen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, welches Zitat ich verwenden könnte oder Notizen nebenbei zu schreiben.
    Der Austausch zu Büchern ist mir aber nach wie vor wichtig und so bin ich froh, dass wir uns getroffen haben und auch schon die zwei BuddyReads gemacht haben. Ich hoffe, dass wir das öfter mal machen und ich bin froh, dass wir beide mit dem Bloggen angefangen haben, denn sonst hätten wir uns nie kennen gelernt. Ich freue mich darüber, dass du ein Teil meiner Bloggergemeinschaft bist und möchte dich wirklich nicht mehr missen. <3
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana,

      geteiltes Leid. Der eigene Anspruch ist einem manchmal im Weg. Altlasten abzulegen und bei 0 anzufangen ist eine gute Idee. Ich habe jetzt auch nur noch die Rezensionen verfasst, die ich einfach gut runterschreiben konnte. Im Juni werde ich dann einfach mal gar nichts machen. Und danach schauen wir mal 🙂
      Der Austausch ist mir auch wichtig, das macht sehr viel Spaß und motiviert. Ich freu mich schon auf unseren nächsten Buddyread, egal welches Buch es ist.
      Danke dir für deine lieben Worte. Ich bin auch froh, dass wir uns kennengelernt haben und gemeinsam unserer Leidenschaft fröhnen.

      Liebe Grüße
      Tina

  6. Hallo liebe Tina 🙂

    Auch bei mir kommt der Blog aktuell immer mal wieder zu kurz. Ich kann deine Argumente für und gegen das Aufhören aber definitiv nachvollziehen. Aber nach 12 Jahren einfach aufhören? Niemals! Dazu liebe ich das Bloggen nach wie vor einfach viel zu sehr. Ich merke auch, wie gut es mir tut, wenn ich mal wieder etwas Zeit in eine neue Rezension oder einen anderen Beitrag investieren kann. Und wenn es mal keinen Spaß macht, ich keine Lust zum Schreiben oder Lesen habe – dann eben nicht. Immerhin ist es nur ein Hobby, das keinen zusätzlichen Stress, sondern Freude bereiten soll <3 Auch auf Social Media habe ich mittlerweile einen guten Mittelweg gefunden, blende Likes & Follower aus und fokussiere mich auf die Kommentare und das Miteinander, damit die Motivation sich nicht schon wieder verabschiedet 😀

    Liebe Grüße
    Lisa von Prettytigers Bücherregal (Blog & Instagram)

    1. Hallo liebe Lisa,

      danke für deine Worte. Du bist 12 Jahre dabei?! Alter Verwalter. Das habe ich gar nicht mitbekommen. Da speilen viele Jahre Erfahrungen mit rein.
      Richtig, es ist und bleibt ein Hobby. Ein Mittelweg ist dahingehend die beste Variante. Und ja, das Miteinander ist einer der Punkte weiterzumachen 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

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