Hunde, die bellen – Ich trete kürzer

Hello again,

ich melde mich zurück und bis gerade eben stand in der Überschrift noch „Juni 2024“, weil ich meinen Monatsrückblick endlich schreiben wollte. Doch meine Finger tippen gerade Zeilen, die in eine ganz andere Richtung gehen. Deswegen lasse ich es jetzt einfach raus.

In den letzten Wochen überlegte ich immer wieder, die Blogpause auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Einerseits tut es verdammt gut, nicht noch länger am Rechner zu sitzen als so schon aufgrund der Arbeit oder anderer Dinge, die mich beschäftigen. Außerdem genieße ich es, einfach nur zu lesen, für mich die Statistik zu pflegen, für mich zu stöbern, was demnächst ins Bücherregal zieht. Mein Mitteilungsbedürfnis schwankt außerdem sehr und an vielen Stellen möchte ich einfach nur noch abschalten, auch wenn die Zeit rar ist. Auf der anderen Seite fehlt mir die Bubble doch und ich lasse mich gern redaktionell aus, versuche mich mit den digitalen Themen, die damit einhergehen, zu beschäftigen. Ich meine, ich möchte zumindest ein bisschen auf dem Laufenden bleiben.

Das Hin und Her kennt ihr bereits von mir. Je nachdem, wie ich es schaffe aktiv zu sein, ist meine Motivation entweder „yeah, lass mich den nächsten Social Media – Kanal erklimmen und den Austausch ankurbeln“ oder „Einfach nur lesen, ein bisschen Read-O und Insta ohne Blog und den Trubel reicht doch“.

Aktuell bin ich jedenfalls an dem Punkt, zu akzeptieren, dass ich keine Lust mehr habe, regelmäßig mitzumischen und auf jeden Kanal präsent zu sein. Ich mag meinen Blog, ich mag es Beiträge zu schreiben, wenn ich Lust dazu habe. Ich mag Instagram, weil Bilder etwas in mir auslösen. TikTok ist mir inzwischen zu stressig, zu schnell, aber die Möglichkeit Videos zu erstellen, macht mir schon Spaß. Auf BlueSky wiederum gibts zu wenig für mich. Ich guck kaum noch rein. Threads ist zu populär und kann mit dem Vibe vom ehemaligen Twitter längst nicht mithalten. Dementsprechend bin ich da auch kaum unterwegs.

Das Stöbern auf Blogs ist mir wichtig. Meine Bubble ist mir wichtig, auch wenn ich es nicht oft schaffe vorbei zu schauen oder mitbekomme, dass sie immer kleiner wird. Die „Älteren“ ziehen sich zurück, die „Jüngeren“ sind mir entweder zu viel Influencer oder passen einfach nicht mehr zu meiner Enddreißiger-Situation. Ich behaupte einfach mal, der Generationswechsel läuft vor sich hin. Das ist ok.

Ich distanziere mich bereits seit Monaten von Verlagskooperationen. An mancher Stelle ist das echt schade, weil ich die Treffen auf der Messe und gelegentliche Aktionen mag. Doch diese Euphorie über die nächsten Programme, Aktionen, Farbschnitte teile ich nicht soooo wie manch andere bloggende Person, glaube ich. Das fällt mir zur Zeit bei einem recht frischen Verlag auf, der vor allem jüngere Bloggende anzieht. Ich denke bei den Reaktionen zu Ankündigungen oft „Wusa, nicht gleich hyperventilieren“. Ich freue mich natürlich auf einige Bücher, das geht nie verloren. Nur auf ruhigere Art und Weise.

Außerdem sitzen einem die Zahlen und der Content im Nacken, wenn es um die Zusammenarbeit mit Verlagen geht. Es ist Wahnsinn, wie sich das entwickelt hat. Der traditionelle Blog zählt, für mich gefühlt, nicht mehr. Zu den Followerzahlen auf Tiktok und/oder Insta (das sind nun mal DIE Kanäle) werden Mindestanzahlen an Likes und Kommentaren gewünscht. Dem entziehe ich mich. Ich kann und möchte nicht mithalten. Ich bin gespannt, ob sich zukünftig auch die Akkreditierungsrichtlinien für die Messen in diese Richtung verändern werden. Wer weiß.

Was heißt das nun? Tja, heute gibts keinen Monatsrückblick, das ist klar. Ich werde BlueSky und Threads den Rücken kehren. TikTok bleibt noch, aber Content erstelle ich nur, wenn ich wirklich einen Energieüberschuss und Zeit habe. Das Drehen und Bearbeiten von Videos fordert mich nämlich heraus. Der Blog bleibt mein Baby ohne Vorgaben, die Themengebiete bleiben, der Rhythmus auch, denke ich. Ansonsten werde ich meiner Bubble treu bleiben, so wie es die Zeit hergibt, und lesen.

Ich habe glatt das Gefühl, mich für diesen Mimimi-Beitrag entschuldigen zu müssen, weil ich ähnliche Zeilen immer wieder bringe. Ich hoffe, ihr versteht das Rauslassen der Gedanken. So setze ich mich auf jeden Fall damit auseinander und festige meine Entscheidungen.

Den Monatsrückblick gibts dann vermutlich erst kommende Woche, bis dahin eine angenehme Zeit.

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