“Buchpfote schaut zurück” – Tinas Mai 2022

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Hallo meine Lieben,


bei mir hat der Mai gerade noch ein paar Tage. Es ist Sonntag, der 29. Mai, morgens um 10 in Sachsen-Anhalt (ich habe leider kein Knoppers, dafür Kaffee), der Lieblingsmann schläft sich aus wie ein Bär im Winterschlaf und ich dachte “Jeah, Zeit!”. Ihr werdet den Beitrag aber erst 2 Tage später lesen.


Was Anfang Mai noch ewig auf der ToDo-Liste lag, war Ende Mai aufgelöst


Weil es im April so gut geklappt hat, werfe ich einen Blick ins Bullet Journal. Was ist denn alles gewesen? Grob 4 Wochenenden, 1 Samstagsdienst, Streiks, 4 familiäre Besuche, 1 Geburtstagsfeier, 1 Museumsnacht, 1 Kabarettbesuch, 1 Kinobesuch, 1 paar Behörden- und Arzttermine, auf Arbeit viel zu tun, 2 Feiertage (wobei der 1. Mai auf Sonntag fiel) und 1 freier Tag zwischendrin. Zwischendurch noch Zweifel, ob ich den Blog weiter führe, weil alles manchmal auf mich einstürzt und ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werde. Dazu aber gleich noch etwas.
Der Mai begann wie der April endete, ziemlich stressig. Natürlich sind viele gute Dinge dabei, nur kam ich gefühlt zu nicht viel im Alltagstrott. Leo war noch krank und bekam Diätfutter, meine Oma kam frisch aus dem Krankenhaus und ich besuchte (und werde sie auch zukünftig regelmäßig besuchen) sie öfter. Die Tarifverhandlungen auf Arbeit gingen los und damit das gute Streikrecht, das ich in Anspruch nahm. Irgendwas war immer, zwischendurch ein paar Tage hier beim Lieblingsmann und zuhause blieb alles liegen. Ich vernachlässigte Sport und Haushalt… Naja, ich atmete tief durch und machte eins nach dem anderen. Und siehe da – es lief dann doch. Das, was ich im April noch als nicht erledigt erwähnt hatte, löste sich auf: Das Fotoalbum 2021 und 2 Collagen sind fertig und liegen zuhause. Uuuuuuund ich legte beim 2000er Puzzle nach 3 Monaten endlich die letzten Teile an die richtigen Stellen. Eigentlich wollte ich das Ergebnis noch ein paar Tage liegen lassen, aber ich habe mich dann doch satt gesehen. Ab in die Verpackung, jetzt breite ich mich wieder auf meinen großen Esstisch komplett aus. Ihr glaubt gar nicht, wie mich das freut. Die Erfahrung mit so einem großen Puzzle reicht wohl für die nächsten Jahre.

Zu viele Details, um es auf einem Bild gut sichtbar zu machen. Titel: Magisches Bücherregal.


Ein paar Erlebnisse ließen natürlich nicht auf sich warten. Von 2 Highlights möchte ich euch kurz erzählen. Lange blieb dabei der Kabarettbesuch mit meinem Onkel auf der Strecke. Wir schenkten ihm letztes Jahr zum 50. Geburtstag einen gemeinsamen Dinnershowbesuch im Kabarett. Durch die Coronaregelungen fiel es leider flach und wir switchten auf eine Dinnershow zur “Olsenbande” im Mai. Es war ein schöner gemeinsamer Abend, wenn auch etwas beengt. Wir hatten das Gefühl, dass man versuchte über mehr Gäste mehr Einnahmen zu generieren. Dem Veranstalter nach langer Pause ist das nicht zu verdenken, nur nicht so komfortabel für uns. Die Show tröstete darüber hinweg. Die 2. gute Idee und Veranstaltung war die Museumsnacht in Leipzig und Halle. 10 Euro, zig Museen inklusive Ticket für Bus, Bahn und S-Bahn. Das macht Spaß. Ok, du schaffst im Schnitt vielleicht 4 Museen, wenn du schnell bist, aber der Gedanke zählt. Schlussendlich blieben wir ziemlich lange im Schulmuseum Leipzig. Generell ist das eine große Empfehlung von mir. Jeder findet sich hier wieder. Es gibt viele Utensilien zu sehen, auch anzufassen. Klassenzimmer aus anderen Zeiten und zur Museumsnacht ganz besonders: 1 Schulstunde aus einem bestimmten Jahr mitzumachen. Der Zufall ließ uns nach 22 Uhr an einer DDR-Schulstunde teilnehmen. Irre. Ich hab den Pioniermarsch gesungen, ein Pioniertuch getragen und dazugelernt. Interessanterweise kannte ich das Schulinventar, ebenso die Lehrmethoden, sehr gut, da ich 3 Jahre nach der Wende in die Schule kam. Die Museumspädagogin überzeugte in ihrer “Darstellung” definitiv.


Blogarbeit an 1 Tag und 4 beendete Bücher


Wie ich weiter oben erwähnte, kamen mir Zweifel, den Blog weiterzuführen. Die Gedanken überkamen mich in den letzten Monaten öfter, weil ich unter regelmäßiger Blogarbeit etwas anderes verstehe als 2 bis 4 Wochen mal dazu zu kommen. Mich nervt das, das setzt mich unter Druck. Als ich Mitte Mai spontan einen Tag für mich hatte, ließ ich die Gedanken schweifen und verarbeitete das in einen Blogbeitrag (hier). Auf mich wirkt der Beitrag inzwischen wie eine Pro- und Contra-Liste, die sich gegenseitig aushebelt. Das passt zu mir, denn ich bin ein großer Fan von Kompromissen. Die Resonanz darauf war größer als gedacht. Dafür ein dicke Umarmung und Danke für die Unterstützung an euch. Damit habe ich nicht gerechnet. Es freut mich, zeigt mir, dass die Buchbubble füreinander da ist, egal, wie klein der eigene Kreis sein mag. Viele von euch haben mir nahe gelegt eine Auszeit zu nehmen, den Kopf frei zu bekommen, zu lesen wonach mir ist, ohne Notizen oder im Hinterkopf die Rezension schon anzufangen. Ob ich es schaffe, keine Notizen zu machen, weiß ich nicht, vielleicht bei dem ein oder anderen Buch. Doch der Rest klingt praktikabel. Von daher werde ich im Juni, ggfs. noch länger, eine Blogpause einlegen. Celina wird sich in der Zeit ein wenig auf “Buchpfote” austoben. Ich bin gespannt, wie das wird, weil ich Social Media damit genauso reduzieren möchte. Falls ihr also nicht viel von mir hört, macht euch keine Gedanken. So, was sagt denn mein Bücherstapel im Mai?


“Marie Curie” von Barbara Goldsmith – Gelesen für die #readingclassics-Leserunde. Heute Abend reden wir drüber. Von mir gibt es schon mal eine Empfehlung. Ok, der viele naturwissenschaftliche Inhalt blieb bei mir nicht im Ganzen hängen. Doch die Aspekte des Privatlebens, der Gesellschaft und Politik in dieser Zeit, die Kritik, wie man Frauen behandelte und auch der Umgang mit gefährlichen Substanzen zogen mich in seinen Bann.


“Palace of Silk” von C. E. Bernard – Der 2. Band der Palace-Reihe, den ich aus dem April mitgenommen habe. Ich gebe zu, dass ich ein paar Schwierigkeiten hatte wieder rein zu kommen, weil der 1. Band länger zurück lag. Die Figuren entwickelten sich hier ein Stück weit und mir gefiel das Pariser Setting so viel mehr als das Londoner Setting in Band 1. Die Story empfand ich als verzwickt und später vorhersehbar. Das drückt nach diesem Ende aber die Vorfreude auf Band 3 nicht.


“Secret Book Club – Ein Liebesroman ist nicht genug” von Lyssa Kay Adams – Nach wie vor große Buchliebe mit Suchtpotenzial für diese Reihe. Ich kann den Weihnachtsband kaum erwarten, nachdem mich das Couple Vlad und Elena überzeugten, kann die Story um Colton nur gut werden. Was mich beim aktuellen Band etwas störte: Elenas Hintergrund war mir zu viel des Guten und der mitlaufende “Liebesroman”, den die Jungs auseinander nahmen, gefiel mir nicht. Ansonsten geniale Dialoge, Figuren und Atmosphäre.


“Crave” von Tracy Wolff – Tja, der Hype, die Mädelsgruppe, die sich ausließ…Da habe ich eben zum Hörbuch gegriffen. Twilight trifft Dark Academia-Story. An sich eine gute Idee mit viel Potenzial, allerdings stimmte mein Feeling für das Geschmachte nicht. Ich rollte oft mit den Augen. Von daher weiß ich nicht, ob ich weiter höre, obwohl mir gesagt wurde “Tina, das Worldbuilding bekommt im 2. Band mehr Platz”.


Der Pausenmonat Juni


Mein Verstand zählt die Wochen bis zum Urlaub. Eine komplette Woche Urlaub. Ab an die Nordsee. Das erste Mal so richtig Ebbe und Flut. Zum ersten Mal mit Leo ans Meer. Ich sehne mich sehr nach dieser Woche. Es kann von mir aus morgen schon los gehen. Doch die Zeit wird überbrückt mit dem Alltagstrott. Da ich ziemlich viel im Mai abgehakt habe, sieht der Juni gut aus. Zwischenfälle sind quasi erlaubt. Ich kann damit umgehen. Zumindest mit Kleinkram. Mein Optimismus, den ich erstaunlicherweise hege, manifestiert sich in dem Bücherstapel, den ich mir für Juni vorgenommen habe. Die Realistin in mir weiß, das ich einen Teil mit in den Juli nehmen, wir sprechen darüber aber nicht. Um in meiner Reihenchallenge irgendwie vorwärts zu kommen, greife ich mir “Hope” von Helena Hunting, das Buch werde ich zeitweise bestimmt hören, und den 3. Band der Palace-Reihe “Palace of Fire”, was für ein Wälzer… In der #readingclassics – Gruppe lesen wir im Juni und Juli “Der König auf Camelot” von T.H. White. Nach einem ersten Kommentar zum Lesen des Buches hat mich die Neugier gepackt und ich wagte gestern einen Blick hinein. Wow, das hat was von Monty Python. Keine Ahnung, das hat komödiantische Ansätze für mich. Im übrigen hat das Taschenbuch um die 800 Seiten. Als Urlaubslektüre fahren mit: Der Nordsee-Roman “Die Liebe tanzt barfuß am Strand” und das illustrierte Kinderbuch “Der Junge, der Maulwurf und das Pferd”. Obendrauf ziehe ich meine aktuelle Hörbuchlektüre “Zwischeneinander” von Catherine Strefford mit in den Juni. Bisher spreche ich, wie für “Nur kurz leben”, eine Empfehlung aus. Die Autorin erzählt förmlich aus dem Leben, ich mag das. Joah, das nenne ich abschließend ambitioniert.


Wie war euer Wonnemonat Mai und was plant ihr im Juni?
Liebe Grüße Tina (& Leo)

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6 Replies to ““Buchpfote schaut zurück” – Tinas Mai 2022”

  1. Hallo Tina,
    ich wünsche dir in deinem Pausenmonat eine tolle und vor allem entspannte Zeit. Lass dich von deinem Bücherstapel nicht stressen, du hast Urlaub und Zeit alles in Ruhe zu schaffen oder eben nicht. 🙂
    Marie Curie war schon eine sehr interessante und eindrucksvolle Frau finde ich. Das Buch stelle ich mir sehr gut vor.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Hallöchen Diana,

      danköööö. Ich bin gespannt, wie das wird 🙂 Ich lass mich von dem Stapel nicht stressen, aber ich möchte ihn gern lesen *lach
      Marie Curie war auch nicht verkehrt, allerdings gibts viel naturwissenschaftlichen Kram und Erzählungen zu anderen Wissenschaftlern. Es ließ sich aber gut lesen.

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Schönen guten Morgen!

    Der Mai scheint ja wirklich sehr voll gepackt gewesen zu sein … außer Arbeit und Lesen hab ich gefühlt nicht wirklich viel gemacht. Zwischendurch gegessen und geschlafen natürlich *lach* Aber der Haushalt bleibt wie immer als Restposten übrig *g* Da muss ich wohl auch mal wieder ran…

    Sich unter Druck zu setzen beim Bloggen bringt nichts, denke ich. Es ist ein Hobby und als solches sollte es Spaß machen. Da ist eine Pause sicherlich nützlich und ich hab schon von vielen gehört, dass sie danach wieder mit viel mehr Motivation – und Spaß – daran gehen konnten.

    Ich hoffe, der König von Camelot wird dir gefallen. Ich kam leider gar nicht rein und auf mich wirkte es “zu komödiantisch”. Mit dem Schreibstil kam ich gar nicht klar… Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung!

    Einen wunderschönen Urlaub und bis hoffentlichbald!

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Lesemonat

    1. Hallöchen Aleshanee,

      die Zeit fliegt einfach. Gerade ist noch Anfang des Monats und zack Monat vorbei.
      Wir schreiben Tag 3 meiner Blogpause *lach Nee, also, ich gucke und stöbere wie ich lustig bin. An Beiträge denke ich nicht. Ich lasse mich gerade ein bisschen treiben, was lesen angeht und bin generell entspannt… wie auch immer das passieren konnte.

      Ich gebe dir vollkommen recht, Camelot ist komödiantisch. Parodie, Monty Phyton, ist Merlin Radagast ausm Hobbit? Bis jetzt mach ich mir einen Spaß daraus und komme zurecht. Deine Meinung kann ich nachvollziehen, obwohl ich noch in den Anfängen des Buches stecke. irgendwie hab ich mir historische Fantasy mit mehr Ernsthaftigkeit vorgestellt.

      Liebe Grüße
      Tina

  3. Liebe Tina,

    ein voller Monat! Aber so einiges davon hört sich toll an. Und das Puzzle ist ja irre! Voll schön, aber so riesig! xDDD
    Ich hoffe, deiner Oma bleibt stabil.
    Wohin an die Nordsee fährst du? Ich liebe die Nordsee ja sehr.
    Tja und seit ich deinen Artikel gelesen habe, wie es mit dem Blog weiter geht, denke ich auch über eine kleine Pause nach. Werde mich heute oder morgen entscheiden.

    Habe einen wunderbaren Juni!
    Herzlich
    Petrissa

    1. Hallöchen Petrissa,
      ja, das puzzle ist wirklich riesig. *lach War ne Erfahrung.
      Meiner Oma geht’s wieder gut. Wir hoffen das bleibt so.
      Ich bin aktuell ist St. Peter-Ording. Mir gefällt es hier echt gut. Morgen geht’s dann wieder nachhause.
      Die Pause tut mir gut, auch weg vom Blog. Allerdings fehlt mir der Blog gerade gar nicht, wenn ich ehrlich bin.
      Wie hast du dich entschieden?

      Liebe Grüße
      Tina

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