2 in 1 – Rezension zu „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren – Erwachsene werden hier zu Kindern

Hallöchen liebste Buchmenschen,

wie bereits vor einigen Wochen angekündigt, ist Celina nun Teil von Buchpfote. So einige Ideen schwirren uns seit dem durch den Kopf und heute soll die Erste umgesetzt werden. Natürlich hielten wir dazu eine kleine Redaktionsbesprechung ab, die zwar eher an einen Kaffeklatsch bei mir zu Hause erinnert, aber hey, das ist schließlich unser Ding.

Also, worum gehts in diesem Beitrag eigentlich? Na, um 1 Buch und 2 Meinungen

Wir sind beide in der Lesegruppe #readingclassics unterwegs. Das bedeutet, dass wir zumindest aller 2 Monate das gleiche Buch lesen, uns austauschen können und damit ein Kurzrezensionsformat auf dem Blog etablieren wollen. „Ronja Räubertochter“ soll den Anfang machen. Lest also 2 Meinungen zu diesem Lindgren – Klassiker:

Ein impulsives Räubervolk, eine derbe Art der Erziehung, uriger Humor und ein mystisches Setting

(sagt Tina)

„Schert euch zum Donnerdrummel!“, ich weiß gar nicht, wie oft dieser Satz fluchend von den Räubern um die Mattisburg gesagt wurde, aber dieser Satz brachte mich oft zum Grinsen. Die Geschichte dreht sich nicht nur um die sture, risikoliebende und mit offenen Herzen lebende kleine Räubertochter Ronja, sondern auch um eine Freundschaft mit dem Jungen Birk, die über die Grenzen alter Räuber-Feten hinaus geht. Mir hat es so gut gefallen, dass die Kinder nicht nur Fragen stellen, sie stellen einfache ganze Sachverhalte bzw. dessen Sinnhaftigkeit infrage und bleiben dennoch Kind dabei. Denn niemand würde eine so abenteuerliche Methode nutzen, um das „sich vor etwas hüten“ zu lernen wie Ronja. Ich hatte Spaß dabei mit Ronja durch die Wälder zu streifen, Graugnome zu beobachten, den Wilddruden aus dem Weg zu gehen und die Jahreszeiten in all ihrer Pracht und Gefahr zu erleben. Ich gebe offen zu, dass ich die Handlungen der Erwachsenen nicht immer angemessen fand: Kindisch, streitsüchtig, impulsiv, ohne Kopf und Verstand stürzen sie sich in Diskussionen, um viel zu spät zu merken, dass es auch anders gehen kann. Mein einziger Lichtblick war Ronjas Mutter Lovis, die sehr weise, tough, aber ebenso liebevoll mit ihrer Verantwortung als (einzige) Räuberfrau und Mutter umgeht. Ich werde dieses Buch nicht vergessen und empfehle jedem dazu noch den Film.

5 von 5 Pfoten von Tina

Der Name mit dem fast jeder schon konfrontiert wurde

(sagt Celina)

„Ronja Räubertochter“ ist der Name, der fast jedem etwas sagt. Zusammen mit Reading Classics habe ich das Kinderbuch von Astrid Lindgren gelesen. Von Anfang bis Ende war ich gefesselt von dem Buch, was durch den kindgerechten Schreibstil und auch die passende Kapitellänge verstärkt wurde. Ich fand es klasse mal ein Kinderbuch zu lesen und konnte mir beim Lesen vorstellen, wie mein 10-jähriges Ich das Buch liest. Alles in allem fand ich das Buch gut gelungen. Mir haben die Dunkeltiere sehr gefallen, weil ein kleiner Hauch von Fantasy vorhanden war. Allerdings habe ich ein paar Kritikpunkte. Zum einen die klassische Rollenverteilung von Mann und Frau. Und zum anderen fand ich Schimpfwörter wie „Hinterfotzigkeit“ überzogen. Weiterhin hatte ich Probleme mit dem Charakter der Protagonistin und deren Vater. Mattis war mir persönlich zu kindisch und Ronja war mir etwas zu zickig und aufgedreht, was besonders im Beisein von ihrem Freund Birk aufgefallen ist. Am besten hat mir Lovis, die Mutter von Ronja, gefallen. Zusammenfassend finde ich das Buch abenteuerlich, aber erst ab einem bestimmten Kindesalter geeignet.

3 von 5 Pfoten von Celina

Gefällt euch das neue Format, dann lasst es uns gerne wissen! Natürlich sind wir genauso für Kritik offen.

Liebe Grüße Celina, Tina (& Diego)

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5 thoughts on “2 in 1 – Rezension zu „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren – Erwachsene werden hier zu Kindern”

  1. Eine schöne Idee mit der Gegenüberstellung von zwei Meinungen, bin schon gespannt was ihr zu einer meiner Lieblinsgeschichten, Frankenstein, sagen werdet.
    Ich wollte das Buch wirklich mögen, nur irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen, irgendwie bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden. Bei Ronjas Mutter stimme ich mit euch beiden überein, sie hat mir auch am besten gefallen.

    Liebe Grüße

    Nadine

    1. Liebe Nadine,

      dankeschön. Ich freue mich auch schon auf Frankenstein und werde es wohl nächste oder übernächste Woche beginnen 🙂
      Ja, Ronja hat die geister geschieden, aber es wäre auch langweilig, wenn wir alle die gleiche Meiunng hätten.

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Hallo ihr Beiden!
    Ich finde das Format echt toll. So hat man direkt zwei Meinungen auf einen Blick. 🙂
    Davon könnt ihr gerne mehr machen.
    Ich kenne von Ronja Räubertochter bis jetzt nur den Film, aber in der letzten Zeit habe ich das Gefühl, das alle das Buch lesen, vielleicht sollte ich das auch mal in Angriff nehmen. 😉
    Den Film mag ich übrigens sehr gerne.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana,

      danke für das kompliment. Wir werden das Format definitiv weiter verfolgen, da sind wir uns einig.
      Ja, stimmt, so einige haben es gelesen, auch im Zuge unserer Lesegruppe. das sind ja alles Bloggerinnen 😉
      Ich bin gespannt, was du sagst.

      Liebe Grüße
      Tina

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