„Sankt Irgendwas“ von Tamara Bach – In der Kürze liegt die Würze und ich hatte Spaß dabei, mich an die eigenen Klassenfahrten zu erinnern

Einen wunderschönen, ähm, ach ja, Mittwoch liebste Buchmenschen,

ich bin noch nicht ganz im Alltag angekommen, aber zumindest schon mal zuhause. Seit gestern sind wir aus dem Urlaub zurück. Es tat gut, einfach 10 Tage so gut wie nicht online zu sein. Auch wenn immer ein wenig Traurigkeit dabei war, weil Diego nicht mit wanderte oder am Strand entlang rannte. Es braucht eindeutig noch viel Zeit, um mit dem Verlust zurecht zu kommen.

Jedenfalls sitze ich hier zwischen gelesenen und ungelesenen Büchern. Als hätten der Blog und das Bücherregal bereits auf mich gewartet. Im Urlaub habe ich zumindest 1 Buch beendet, 1 Buch angefangen und 1 ganz kurzes Buch gelesen, das ich euch nun ganz kurz vorstellen möchte (Applaus für die Überleitung).

Wer ist hier das Problem? Lehrer oder Schüler? Und wo war die 10b überhaupt auf Klassenfahrt?

So wie ich das Buch kurz vorm Urlaub gekauft habe, war es auch schon ausgelesen. Also fast. Das ist aber kein Wunder bei gerade mal über 120 Seiten aus dem Carlsenverlag. Ich war seit Wochen neugierig auf „Sankt Irgendwas“, weil der Klappentext innen und außen nur verrät, dass auf der Klassenfahrt der 10b irgendetwas passiert ist, dass danach ein Elternabend notwendig wird. Aber WAS verdammt? Und wie erzählt man das auf so wenigen Seiten? Ich wusste, dass es ähnlich wie ein Brief- oder Chatroman sein wird, aber damit habe ich nicht gerechnet. Es hat ultra viel Spaß gemacht so in die Jugend von heute einzutauchen. Zum einen, weil die Autorin mit Klischees spielt und sie doch wieder umkrempelt, zum anderen, weil sie unterschiedliche Erzählvarianten bzw. -perspektiven kombiniert. Die Seiten flogen schneller denn je. Von Dialogseiten, bei der ich rätselte, wie viele Personen wirklich miteinander sprachen, über versandte Mails des Lehrers bis hin zu den Protokollen, die über die Tage der „Studienfahrt“ von einigen Schülern in mal längerer oder kürzerer Variante, verfasst wurden. Ich erinnerte mich dabei, wie doof ich damals wandern fand, was abends bei uns so abging und verglich es mit der Storyline. Natürlich geht immer etwas schief und immer wird es jemanden in die Schuhe geschoben. Doch Tamara Bach zeigt auf, dass es nichts bringt aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, ebenso, dass Vorurteile nicht die richtigen Übeltäter zutage bringen. Themen wie Mobbing, Zusammenhalt, Vorfreude und Zukunftsängste werden einbezogen und besonders durch den Protokollanten Ole als „Stellvertreter“ der Klasse infrage gestellt. Das Einzige, das komplett außen vor gelassen wird, ist der Ort des Geschehens. Ich rätsel immer noch. Irgendwie fetzt das, andererseits ist die Ungewissheit frustrierend. Allerdings sollte es ja nicht um den Ort, sondern um die Menschen und ihr Zusammenspiel gehen.

Fazit:

Es liest sich weg wie nix und gehört in den Urlaubskoffer. Mit dieser Klasse lässt es sich gut auf Studienfahrt fahren und einen etwas anderen Erzählstil erleben!

5 von 5 Pfoten

Welche kurzen Romane könnt ihr empfehlen?

Liebe Grüße Tina

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2 thoughts on “„Sankt Irgendwas“ von Tamara Bach – In der Kürze liegt die Würze und ich hatte Spaß dabei, mich an die eigenen Klassenfahrten zu erinnern”

  1. Huhu liebste Tina!

    Hier kommt erst einmal dein verdienter Überleitungsapplaus 😀 (Stell dir das einfach wie in einer schlechten Ami-Serie vor.)
    Ich freue mich total, dass dir das Buch so gut gefallen hat! Ich habe deine Resi direkt mal in meiner verlinkt, ich hoffe, das war in Ordnung 🙂 Die kommt dann morgen.
    Welchen Roman ich aus der letzten Zeit sehr empfehlen kann ist „Fated“ von Benedict Jacka (gibt es auch schon auf Deutsch, da kenne ich aber den Namen leider nicht, nur das Cover :D). Wenn du ein bisschen was Richtung Fantasy/Mystery lesen möchtest, kann ich das sehr empfehlen 🙂

    Liebste Grüße!
    Mareike

    PS: Demnächst nehme ich mir auch mal wieder Zeit ein bisschen mehr bei dir zu stöbern 🙂

    1. Hallöchen Mareike,

      danke, danke für den Applaus 😉

      Klar, verlinken geht immer.

      Habe kurz gegooglet. Du meinst bestimmt „Das Labyrinth von London“. Da habe ich schon die ein oder andere Rezi gelesen. Ist auch ne mehrteilige Reihe, wenn ich es noch richtig im Kopf habe. Danke für den Tipp.

      Eine meiner Lieblingsreihen von Genevieve Cogman hat auch sowas an sich: Spielt öfter im viktorianischen London, mit Magie, Steam Punk und so. Deswegen stehe ich so drauf 🙂 Ach, und Rätsel, Rätsel sind schon toll.

      Liebe Grüße
      Tina

      P.S. mach dir mal keinen Stress. 🙂

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