„Hunde, die bellen“ – Tapetenwechsel oder auch Buchpfote zieht in neue 4 Wände

Hallöchen liebste Buchmenschen,

es ist Sonntagnachmittag, ich kann endlich die Beine hoch legen und was für den Blog machen. Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass die Woche nicht wirklich etwas auf „Buchpfote“ passiert ist, außer die obligatorischen Montagsfrage. Wer mir auf Social Media folgt, weiß bereits, warum das so ist. Diego und ich ziehen um bzw. sind wir zur Hälfte schon umgezogen.

Lief nicht alles so wie geplant

Irgendwie hatte ich noch Hoffnung, dass ich ALLES (Alltag, Blog, Umzug) unter einen Hut bekommen, aber dem war nicht so. Mein Körper hatte ab Mittwoch gestreikt, so dass Kisten packen nur im Schneckentempo vorwärts ging, jedoch war Aufschieben nicht möglich: Denn ohne Schlüsselübergabe konnte ich schlecht am nächsten Tag die neuen Möbel liefern lassen. Also Tee in den Thermosbecher und Magentropfen in den Rucksack, um zur neuen Wohnung zu schleichen. Ich hatte mit mir selbst wirklich genug zu tun, nebenbei ging irgendwie kaum noch etwas. Diego war dahingehend sehr geduldig mit mir. Erst 2 Tage später ging es mir wieder besser, so dass ich in meine Umzugsroutine überging.

Auf Möbel warten

Ich bin wirklich kein Mietnomande

Letzt Woche saß ich mit 2 Freundinnen zusammen und wir philosophierten darüber, wie oft wir schon umgezogen sind, seit wir aus dem Elternhaus raus sind. Die knallharten 8 Mal, die dabei waren, konnte ich nicht übertreffen, aber ich kam auf hübsche 6 Umzüge, wenn ich diesen mit einrechne. Für Diego ist das übrigens der 4. Umzug seit er bei mir ist. Ich bin jetzt 32 Jahre alt, ihr könnt euch also ausrechnen, wie lange ich im Durchschnitt in einer Wohnung gelebt habe. Ich kenne es mit zu vielen Möbeln umzuziehen oder ganz von vorn anzufangen, von der 1-Zimmer- bis zur 3-Zimmer-Wohnung, mit Balkon, ohne Balkon, mit Aufzug, ohne Aufzug, Erdgeschoss, 1. Etage, 2. Etage,… Das Einzige, was ich bisher nicht miterlebt habe, ist eine Dachgeschosswohnung, aber das ist eh nicht sooo meins.

Diego war noch nicht ganz klar, wo sein Bett ist

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wieso ich denn so oft umziehe? Nicht aus Spaß und Langeweile, meist waren Beziehungen bzw. Trennungen Schuld daran. Ich denke, ihr wisst, wie ich das meine. Der jetzige Umzug hingegen war nicht gezwungen, sondern ich hegte einfach den Wunsch mich wieder zu vergrößern. 36 qm werden irgendwann eng, vor allem, wenn kein Platz für ein weiteres Bücherregal ist.

Der „Profi“ empfiehlt

Ich bin wirklich routiniert, was Umzüge betrifft. Nichtsdestotrotz bin ich gestresst, aufgeregt und bete immer darum, dass alles glatt geht und die Lieblingssachen heil im neuen zu Hause ankommen.

Was ich über die Jahre gelernt habe, sind folgende Punkte:

  • Erst die neue Wohnung dingfest machen, ehe man die alte Wohnung kündigt. Das erspart hektische Flecken und man hat weniger Druck.
  • Nichts geht ohne To Do – Liste und Kalender, am besten sobald man weiß, dass man umzieht: Übergabetermine, was braucht man für die neue Wohnung, muss in beiden Wohnungen renoviert werden, wann zieht man um und wie, was muss alles umgemeldet werden, passt es finanziell, kleinen Puffer für unvorhergesehene Anschaffungen einplanen… Ich würde untergehen ohne meine Listen
  • Wenn man einmal dabei ist, seine Adresse überall zu ändern, gleich mal checken, ob man noch jedes Kundenkonto benötigt. Wenn nicht, dann eher löschen lassen.
  • Vermeidet es alle Bücher in reine Bücherkisten zu stapeln! Die kann kaum einer tragen. Stellt Mischkisten zusammen. Mir ist bewusst, dass der Buchnerd mehr Bücher hat als alles andere, aber lieber weniger reine Bücherkisten schleppen als nur Bücherkisten
  • Überlegt genau, wie viele Helfer ihr wann braucht. Zu allen ja und Amen sagen bringt auch nichts, wenn die Leute dann rum stehen und nichts zu tun haben. Man möchte niemanden die Zeit rauben oder für diejenigen eine Beschäftigung suchen.
  • Zu guter Letzt: Optimistisch bleiben und auch mal alle fünfe gerade sein lassen. Das fällt mir besonders schwer, doch bis zur Erschöpfung ackern ist eben nicht drin.
Alles fein ausgepackt, aber noch nirgendwo einsortiert – bookish things

Es ist noch nicht vorbei

Wie schon erwähnt, bin ich zur Hälfte umgezogen. Die neuen Möbel machen es mir und Diego schon möglich in der neuen Wohnung zu bleiben. In der alten Wohnung hat es sich eh nur noch wie „hausen“ und nicht wie „wohnen“ angefühlt. Versteht ihr, wie ich das meine? Jedenfalls werden wir mit weiteren fleißigen Umzugshelfern (Gott, bin ich froh, dass ich so viele liebe Menschen kenne, die mir helfen) kommende Woche in die Zielgerade einlaufen. Ich freue mich jetzt schon, wenn alles eingerichtet ist.

Wie steht ihr zum Thema Umzug? Verhasst? Gewohnt? Träumerei? Welche Tipps habt ihr für den Bücherumzug?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

Share it

2 thoughts on “„Hunde, die bellen“ – Tapetenwechsel oder auch Buchpfote zieht in neue 4 Wände”

  1. Liebe Tina,
    was für ein schöner Blog Beitrag!
    Ich kann absolut verstehen, was du meinst. Insgesamt bin ich bisher 3 Mal umgezogen. Vom Elternhaus in NRW nach Bayern, dann im Wohnheim in ein anderes Zimmer, dann wieder ins Elternhaus und dieses Jahr wieder nach Bayern 😀 Das was du am Ende beschreibst mit dem Hausen kann ich so gut verstehen! Als ich meinen Teppich im Zimmer eingerollt und zu den anderen Sachen gestellt habe, habe ich mich danach im Zimmer auch so unwohl gefühlt. Ich konnte da ja noch wohnen, aber so viel war halt eben schon verpackt und ich habe mich einfach nicht ganz wohlgefühlt. Momentan wohne ich auf 18 qm, aber ich bin schon sehr gespannt, wie ein Umzug wird, wenn ich irgendwann Mal in meine erste eigene Wohnung ziehe. Deine Tipps sind auf alle Fälle super und die kann ich so nur unterschreiben. Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg und eine schöne Zeit im neuen Zuhause, wenn es sich dann endlich wie das neue Zuhause anfühlt und alles fertig ist.
    Ganz liebe Grüße
    Yvonne 🙂

    1. Liebe Yvonne,

      Ei, das Bundesland bzw. die Stadt musste ich bisher nie wechseln (danke Schicksal). Das stelle ich mir noch ne Nummer schwieriger vor.
      Ich glaibe, keiner „haust“ gern, deswegen schlafe ich jetzt schon in den neuen 4 Wänden. In meiner neuen Wohnung fühle ich mich schon ganz wohl, auch wenn noch nicht alles da ist (das passiert erst Samstag). Es wirkt einfach aufgeräumt und da steh ich total drauf

      Ich danke dir, bis bald.
      Tina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.