„Hunde, die bellen“ – Das Überleben mit mangelhafter Planung und Zeitmanagement

Meine Besten,

ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kann mir nicht alles merken. Sicherlich war das früher nicht ganz so schlimm, so als ich noch zur Schule ging, keine Schichten auf Arbeit schob, keine Urlaubsplanung machen musste und Mutti noch einkaufen gegangen ist. Diese Beispiele könnte ich ins Endlose führen.

Und heute? Ja, heute, organisiert sich der alleinstehende Mensch selbst. Da geht gar nichts mehr ohne die kleinen Post-It´s, die passenden Apps oder Notizbücher. Natürlich ist damit nicht genug, denn seit Mai begleitet mich täglich mein Bullet Journal and I love it very much. Nichtsdestotrotz könnte mein Zeitmanagement besser sein.

Ihr spürt es sicherlich schon, heute dreht es sich um meine persönliche Organisation und Planung. Oft digital oder handschriftlich verfasst, mal gelöscht oder in den Müll geworfen oder zur ewigen Erinnerung verdammt.

Nur was bringt mich dazu, eine Beitrag darüber online zu stellen? Zum einen ist es ein kleiner Hilferuf, wie ich mich besser organisieren könnte. Gerade bei der Blogplanung und -vorbereitung habe ich nach wie vor Bedarf etwas zu ändern Also help! Zum Anderen, weil ich einfach Lust darauf habe und klarstellen möchte, dass ich einen gut gefühlten Tagesablauf habe, obwohl das mancher nicht glauben mag. An sich muss ich selbst darüber lachen. Schließlich habe ich keine Kinder, studiere nicht, lebe allein, bin Angestellte mit doch relativ vielen Urlaubstagen im Jahr und Diego ist ein pflegeleichtes Kerlchen. Die andere Seite ist: Ich habe Vollzeitjob mit fest verplanten Schichten, die man nicht oft flexibel gestalten kann, Diego benötigt wahrlich ebenso Aufmerksamkeit und für das Bloggen benötige ich mehr Zeit als ich denke. Freunde habe ich übrigens auch noch und ich versuche mich dreimal in der Woche sportlich zu betätigen. Den Haushalt meiner kleinen Wohnung lasse ich jetzt mal außen vor. Man stelle sich also vor, dass ich werktags beispielsweise 6:30 – 22:30 Uhr wirklich gut ausgelastet bin.

Im Augenblick gibt es ein super Beispiel: Diego möchte gern auf meinem Schoß Platz nehmen, nur dass das Notebook diesen Platz gerade einnimmt.

Ok, zum Thema. Wie nutze ich eigentlich was, um mir Dinge in Erinnerung zu rufen, Dinge zu planen bzw. zu organisieren?

Das Erste, dass ich nennen kann, sind To Do-Listen in Form von Apps oder Notizzetteln. Hauptsächlich für Einkaufszettel, Buch-, Wunsch- oder Aufgabenlisten. Wobei ich Aufgabenlisten eher dann führe, wenn es Dinge sind, die keinen festen Termin voraussetzen oder ich keine Priorität rein lege. Teilweise deprimiert mich diese Zettelwirtschaft, weil es im Normalfall ewig dauert bis die Dinge abgearbeitet sind und ich einen gewissen Ehrgeiz an den Tag lege, einen Ha ken daran zu setzen.

 

Einige Notizzettel kleben auch als Blogger-Hilfe an meiner Schreibtischwand. Sie beinhalten teilweise Definitionen zu bestimmten Genres, fachspezifische oder Eigenschaftswörter , die mir den Einstieg in eine Rezensionen erleichtern (zum Beispiel Pageturner, Ansatz, Dynamik, Stereotyp, so etwas in der Art). Mich würde interessieren, ob bei euch solche Zettelchen existieren. Na???

Das Zweite sind meine inzwischen gut gefüllten Notizbücher. Darin mache ich mir Anmerkungen zu meiner aktuellen Lektüre. Obwohl „Anmerkung“ das falsche Wort ist. Ich schreibe alles Mögliche hinein. Von Zitaten über Fremdwörtern zu ersten Stichpunkten für die darauf folgende Rezension. Teilweise ist es so viel, dass man damit schon wieder ein neues Buch füllen könnte. Mir fällt es schwer, mich nur auf ein paar Punkte festzulegen. Ich habe schon oft überlegt erst das Buch zu lesen und danach Notizen zu machen. Aber die Angst, etwas zu vergessen lässt mich nicht los. Jedoch ist die Notizenschreiberei ein echter Zeitfresser, die ich genauso gut für das Lesen gebrauchen könnte. Wie haltet ihr das? Ich würde mich über Tipps echt freuen. Vielleicht sehe ich das auch zu streng. Was denkt ihr?

Zu guter Letzt kommen die wichtigsten Dinge, und zwar in meine Bullet Journal. Seit Anfang Mai terminiere, zeichne, tracke und brainstorme ich darin wie der Teufel. Es gibt mir einfach mehr Möglichkeiten als der normale Kalender. Auf deutsch: Es macht mir Spaß und ich investiere gern Zeit dafür. Wenn ich die nächsten Seiten vorbereite und damit langfristige Termine eintrage, wird mir der zeitliche Ablauf bewusster und damit kommt sicherlich die nächste To Do – Liste zustande. So geht es mir zumindest bei Urlaubs- oder Veranstaltungsplanungen. Alles andere wird bei mir wöchentlich geplant, was mich mehr oder weniger nervt.

Und da wären wir bei der Blogplanung. Ich führe keinen Redaktionsplan und habe selten Rezensionsexemplare, sprich es gibt keinen wirklichen Druck dahinter. Trotzdem möchte ich wenigstens ein bis zwei Beiträge pro Woche online stellen. Im Normalfall schaue ich sonntags, was für die kommende Woche machbar bzw. planbar ist.

Mein Ordner mit nicht veröffentlichten Rezensionen ist selten gefüllt. Im Normalfall bedeutet das: Die Rezension, die ich gerade schreibe, geht 1 bis 2 Tage später online und dann schaue ich, ob in derselben Woche noch ein Beitrag möglich ist. Ich weiß, das ist nicht viel, aber ich schreibe im Schnitt 2 Stunden an einer Rezension. Die schüttelt sich bei mir selten aus´m Ärmel. Später lese ich noch mal drüber und wer denkt, das reicht, den muss ich enttäuschen. Ich finde immer was, das noch besser geht und sitze erneut 1 Stunde davor. Bin ich ein Perfektionist? Jein. Mir machen Rezensionen Spaß, dennoch nehme ich die Beurteilung eines Buches, dass Autor und Verlag viel gekostet hat, sehr ernst. Zur Veröffentlichung auf dem Blog, folgen Social Media – Kanäle und ein paar bekannte Leserportale. Natürlich nicht zu vergessen die Fotos zur Rezension. Das Buch muss schließlich zur Schau gestellt werden.

Tja, wie kann ich das effizienter gestalten? Was denkt ihr? Sollte ich mehrere Wochen vorher planen? Einfach versuchen die Rezension mal so zu lassen wie sie ist? Ich zähle auf eure Erfahrungswerte!

Liebe Grüße Tina (& Diego)

P.S. Wir gehen jetzt Gassi, denn Diego braucht wie erwähnt auch seine Aufmerksamkeit 🙂

2 thoughts on “„Hunde, die bellen“ – Das Überleben mit mangelhafter Planung und Zeitmanagement”

  1. Liebe Tina,
    manchmal weiß ich auch gar nicht, wo ich anfangen soll vor lauter ToDos. Genau wie du schreibe ich mir unendliche Listen, plane im Kalender und im Bullet Journal für den Blog. Und dann wird doch alles ganz anders.
    Ich glaube, das ist das Schwierigste: Sich nicht zu viel vorzunehmen, sondern Freiraum direkt mit einzuplanen, falls irgendwas dazwischen kommt. Theoretisch könnte man dann sogar mehr als geplant schaffen, wenn der Freiraum auch frei bleibt. Und häufig hat man ja auch eher Lust auf die Dinge, die eigentlich gerade keine Priorität haben.
    Alles in allem sollte man wohl auch einfach nicht zu viel planen und sich ständig Gedanken machen, sondern einfach loslegen. Aber das fällt mir selbst wahrlich nicht leicht.

    Liebe Grüße
    Luise

    1. Liebe Luise,

      einfach loslegen. Du hast recht, das verspricht oft die besten Ergebnisse 🙂 Vielleicht werden wir Beide irgendwann dahingehend lockerer.
      Deinen Rat, sich Freiräume zu nehmen werde ich mir so gut es geht zu Herzen nehmen und setze das auch ab und zu so gut es geht um. Manchmal nicht so einfach mit dem ganzen alltäglichen Dingen, aber Hauptsache man hat Spaß.

      Liebe Grüße
      Tina

      P.S. Meine Planung für nächste Woche steht auch noch nicht

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