Buchige Neuzugänge KW 46 – 50 / 2021 – Geplant und überrascht

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Guten Abend zusammen,

heute ist Dienstag? Ja, Dienstagabend. Ich bin jetzt schon müde und werde mir wohl nachher irgendwas Entspannendes gönnen und dabei das Hörspiel zu Fitzeks „Playlist“ weiterhören. Mein 1. Fitzek. Ich finds gut, echt, aber sooo der Schocker ist es für mich nicht. Waren meine Erwartungen bei dem Namen des Autors zu hoch? Vielleicht. Spaß macht es trotzdem, weil es sich an fühlt wie ein Film und Keanu Reeves‘ deutsche Synchronstimme den Protagonisten spricht.

Ansonsten bereite ich mich mental auf die nächsten freien Tage vor. Ich habe zwar nicht klassisch zwischen Weihnachten und Neujahr frei, aber ab Freitag wieder 5 Tage – irgendwo muss der Urlaub ja hin. Uuund wenn alles gut geht, dann fahr ich Sonntag nach Hamburg. Denn dort wartet die liebe Christina von „Books´n´Stories“ auf mich, damit wir zusammen „Harry Potter und das verwunschene Kind“ besuchen können. Das wäre der 3. Versuch Dank Corona. Ich hoffe, es klappt. Ansonsten verkriech ich mich hinter einem Berg von Büchern. Zum Beispiel ein paar neuen Büchern (grandiose Überleitung, ich weiß).

„Iskari – Die Himmelsweberin“ von Kristen Ciccarelli

Dieses Schätzchen wäre im Deutschen fast nicht erschienen. „Iskari – Die Himmelsweberin“ ist der 3. Band der Iskari-Reihe, deren ersten beiden Bände bei Heyne erschienen sind. Dabei beließ es der Verlag auch. Ich kenne die Gründe nicht und könnte nur mutmaßen. An den Büchern liegt es jedenfalls nicht. Deswegen erneut ein großes Danke an den Second Chances – Verlag, der sich dem Wunsch der Leser*innen angenommen hat. Ich bin begeistert, dass das komplette Design zu den anderen Büchern passt und möchte die Geschichte bald lesen. Worum gehts in Iskari eigentlich? Stellt euch ein ein Reich wie aus 1001 Nacht vor, verschiedenen Völker mit eigenen Mythen, Sagen und Traditionen, mit Protagonistinnen, die nicht der perfekten Prinzessin oder der stolzen Heldin gleichen – das ist Iskari. Ich gebe offen zu, die Ecken, Kanten und Fehler der Protagonistinnen können manchmal nerven, aber die Stories sind faszinierend und ihr könnt die Bände unabhängig voneinander lesen. Die Autorin hat quasi das New Adult – Schema genutzt, indem ein Nebencharakter des einen Bandes Hauptcharakter des nächsten Bandes wird. In „Die Himmelsweberin“ geht es um Safira, Kommandantin der Armee Firgaards, Wächterin des Friedens ihrer Nation und Ratgeberin des Königs und Eris, eine Diebin und bekannt als „Todestänzerin“. Beide gegensätzlich wie Tag und Nacht, Feindinnen bis aufs Blut, aber nun verbindet sie eine Aufgabe: Findet Asha, Prinzessin Firgaards und Drachenreiterin. Klingt gut? Jep. Im Übrigen dürfte ich eine der exklusiven Buchboxen mein eigen nennen – Unpacking gibts hier.

„Das geheime Gewölbe“ von Genevieve Cogman

Diese hübsch aufgemachte Paperback ist jetzt Teil, ähm, ja, wieviele Bücher hab ich denn da jetzt? Es ist der 7. Teil um die Bibliothekarin Irene Winters, und wahrscheinlich sage ich hier nicht zum 1. Mal, dass sie keine gewöhnliche Bibliothekarin ist. Ebenso wenig normal tritt auch die Bibliothek in Erscheinung für die Irene arbeitet. Denn die Aufgabe dieser Institution ist es, das Gleichgewicht zwischen Chaos und Ordnung auf diversen Parallelwelten zu halten. Natürlich geschieht das auf magisch-booknerdige Art und Weise inklusive diverser Missionen, Abenteuer und politischen Diskrepanzen, in denen Elfen und Drachen einbezogen werden. Spannend? Spannend. Der Verlag bewirbt die Bücher inzwischen damit, dass sie unabhängig voneinander lesbar sind. Ähm, ich bin dahingehend geteilter Meinung, weil Spoiler auf Vorgängerbände nicht auszuschließen sind, die Protagonisten auch nicht wechseln und die Handlungen chronologisch ablaufen. In „das geheime Gewölbe“ werden die Bedrohungen gegenüber Irene und ihren Gefährten immer deutlicher. Anfeindungen und Anschläge aufgrund ihrer Aufgabe den Friedensvertrag zwischen Drachen und Elfen zu beaufsichtigen, machen ihr das Leben schwer. Ein Blick in ihre Vergangenheit soll helfen, aber darin entdeckt sie mehr als nur ein Geheimnis.

„Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ von Akram El-Bahay*

Ich mag den Autor total gern. Zwei Lesungen hab ich über die Buchmessen besucht, die „Bibliothek der flüsternden Schatten“ mochte ich gern, weil auch hier das Gefühl von Magie und 1001 Nacht nie verfliegt. Man spürt, dass Akram El-Bahay sehr fantasievoll und mit Freude an seine Arbeit geht. Ich war trotzdem so wahnsinnig überrascht als ich dieses farbenfrohe Hardcover aus dem Briefkasten nahm. Ich darf tatsächlich „Fabula“ vorablesen. Denn offiziell ergattert ihr das Büchlein erst ab Ende Februar 2022 im Buchladen eurer Wahl. Zum Inhalt kann ich so viel sagen: Die Zwillinge Will und Charlotte sind sich mnachmal nicht grün – erst recht nicht, wenn Will behauptet, eine Elfe gesehen zu haben. Als jedoch ihre Mutter verschwindet und eine Furie ihr zuhause durchsucht, bleibt ihnen keine Wahl als in den Central Park, zum Baum mit den silbernen Blättern, zu gehen – der Ort, an dem Will die Elfe sah. Welche märchenhaften Pfade sie dann betreten, werde ich dann hoffentlich noch erfahren. Das Buch macht jedenfalls richtig was her mit den Illustrationen auf der Innenklappe. Mehr verrate ich erstmal nicht.

„Das Mädchen, das Weihnachten rettete“ von Matt Haig und illustriert von Chris Mould

Heute ist der 14. Dezember. Ich lese aktuell 2 Weihnachtsbücher parallel und nehme mir trotzdem vor dieses Matt Haig-Werk dazu zu nehmen. Es ist der 2. Teil von 3 Büchern rund um die Geschichte des Weihnachtsmannes, seiner Freunde und Abenteuer. Inzwischen gibt es sogar noch ein Vorlesebuch zur Wahrheitselfe Pixie (das verlose ich hier übrigens noch – Sprung in den Lostopf bis 16.12.21 möglich). Ich lege die Bücher jeden ans Herz, der Weihnachten liebt oder lieben möchte, denn die Bücher strotzen nur so von zuckerstangensüßen Details, gelungenen Charakteren, Lebensfreude, Botschaften und diesem ganz besonderen Weihnachtszauber, den jedes Kind kennen sollte und an sich ebenso jeder Erwachsene. Ich kenne die Protagonistin bereits aus „Ich und der Weihnachtsmann “ – ja, ich habe die Bücher nicht der Reihe nach gelesen, aber das tat mir auch nicht weh. Amelia ist ein 8-jähriges Waisenkind, dass sich seinen Lebensunterhalt als Kaminkehrermädchen verdient. Sie wünscht sich nicht sehnlicher als vom Weihnachtsmann mitgenommen zu werden, doch ihn treiben aktuell andere Probleme um. Denn der Weihnachtszauber auf der Welt nimmt ab und es droht zum ersten Mal ein Ausfall des Festes! Wem das nicht überzeugt, der sollte sich die niedlichen Illustrationen von Chris Mould einmal ansehen.

„Bis zum Mond und zurück“ von Dani Atkins*

Alarm! Alarm! Ein Buch meiner Lieblingsautorin. Alle Jahre wieder. Ich hab es inzwischen sogar zweimal hier stehen, weil ich dachte, Knaur hat mich vergessen bezüglich des Leseexemplars. Also hab ich es mir selbst gekauft. Ja, Geduld ist eine Tugend. Sollte ich meine Weihnachtsbücher gut schaffen, wird „Bis zum Mond und zurück“ (wer muss hier auch an GoT denken?) mein nächstes Must Read sein. Die Autorin ist für mich die Königin der Gefühle auf ganz, ganz ehrliche und schicksalhafte Weise. Ich fand in all den Jahren nur eins ihrer Bücher „ganz gut“ statt „großartig“. Ich denke, Alex Geschichte fällt in die Kategorie „großartig“ – ich hoffe das. Als Alex Frau Lisa an einem tödlichen Unfall stirbt, zerbricht die kleine heile Welt, die seine harte Schale aufgebrochen hatte und ihm einen Sohn schenkte. Doch eines Tages erhält Alex einen Brief von Molly, die Lisas Herz in sich trägt. Nach und nach melden sich weitere Organspender und Alex kommt zur Ruhe. Zumindest bis sein Sohn Connor verschwindet.

Ich wette mit euch, dass das nicht die letzten Neuzugänge in 2021 sind. Weihnachten kommt ja noch. Ich bin zuversichtlich.

Liebe Grüße Tina (& Leo)

*Die Bücher wurden mir von den Verlagen als Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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