Rezension „Anea“ von Wolfgang Greuloch – Ist es ein Computerspiel?

Hallo liebste Buchmenschen,

ich habe es endlich geschafft meine erste Rezension zu verfassen. Es hatte einige Zeit in Anspruch genommen, da ich mich nicht entscheiden konnte, welches der vielen Bücher ich als erstes lesen soll. Ich hoffe ihr seid alle gesund und munter und auf der Suche nach einer neuen Geschichte. Schaut euch an, was ich zu „Anea“ zu sagen habe:

Das Buch „Anea“ von Wolfgang Greuloch handelt von einer KI – auch genannt „künstliche Intelligenz. Diese KI, erhält eine Mission, bei der sie mehr über sich, die Natur und das menschliche Leben lernt. Ihre Mission ist es, die Kinder aus dem Icks-Volk vor dem Yps-Volk zu beschützen bzw. von dort zu retten.

Vorweg ein paar Eckpunkte zu der Geschichte. Am Anfang rennen viele KI´s um ihr Leben, aber nur Anea schafft es in den Wald zu gelangen, wo sie ihre Mission erhält. Als sie später auf die Völker trifft, ist zu erkennen, dass KI´s nicht normal sind und auch vorher noch nicht gesehen wurden. Zu den Welten gibt es keine genauen Angaben, außer dass Anea zunächst in einem Wald ist und dort ihre Aufgabe erhält, woraufhin sie sich zu dem Icks-Volk begibt. Dieses Volk besitzt viele Felder und auch eine Stadt, welche sich auf einem Hügel befindet. Die Yps dagegen leben in einem Berg bzw. Gebirge. Beide Völker sehen wie Menschen aus. Den genauen Unterschied des Aussehens habe ich nicht erfahren.

Als nächstes zu den Sachen, die mir gefallen haben. Ich fand die Handlung rund um Anea sehr schön und auch unterhaltsam, zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass Anea eine Agentin ist und keine KI, aber dennoch fand ich die Agentin lesenswert. Auch die Kapitellänge fand ich passend gewählt, weshalb ich der Handlung gut folgen konnte. Allerdings fand ich ein Kapitel etwas verwirrend, weil es zusammenhangslos wirkte und ich mir die Frage stellte ob die Storyline um Anea ein Computerspiel ist, dass durch ein später folgendes Kapitel verschärft wird. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass der Autor mit dem Handicap der Icks-Kinder eine Kritik an die Gesellschaft, bezüglich des Umgangs mit Menschen mit Handicap, äußern wollte, was mir gefallen hat. Im Laufe der Handlung habe ich gemerkt, wie der Autor seinen Schreibstil und auch die Beschreibung bezüglich der Umgebung verbesserte, weshalb ich dem Verlauf ab der Mitte besser folgen konnte. Auch kurze und prägnante Sätze erleichterten mir das Lesen.

Jedoch habe ich ein paar weitere Kritikpunkte. Zum einen fand ich es unpassend, dass Anea zwischendurch Fragen zu bestimmten Begriffen stellte. Diese Fragen gaben mir das Gefühl, als würde der Autor versuchen aus der doch vermenschlichten KI erneut den Roboter einzubinden, weil sie sonst untergegangen wäre, aber ich fand diese „Unterbrechungen“ unplausibel und auch irritierend. Außerdem waren die ersten beiden Kapitel etwas holprig und es gab meiner Meinung nach auch keinen guten Einstieg, auch wenn ich teilweise gedacht habe, dass ich Anea bei ihrem Start begleite, aufgrund des „Startprozesses“ und dem Kampf um „das Überleben“, fand ich es etwas unklar, weshalb ich am Anfang nicht so viel Spaß beim Lesen hatte. Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass der Autor das Thema KI in die Handlung einzubinden, Probleme hatte.

Anea kommt in eine Welt, in der es zwei verschiedene Völker gibt. Das Icks- und das Yps-Volk. Die Yps holen sich immer die Icks-Kinder mit einem Handicap und lassen diese für sich arbeiten, bis sie später zu Yps gemacht werden. Anea holte diese Kinder wieder zurück und wird daraufhin von der Königin bestraft, welche nicht die Frau ist die sie vorzugeben scheint. Während des Lesens sind mir ein paar Fragen aufgekommen, welche leider nicht beantwortet wurden. Zum einen Wer oder was steuert die KI, zum anderen welchen Sinn hat die KI, also hätte vielleicht nicht auch ein einfacher Mensch gereicht, welcher diese Mission erfüllt? Und was passiert am Ende mit der Königin, den Icks-Kindern und dem Icks- und Yps-Volk?

Das offene Ende und auch das Cover, auf dem Level 1 steht, lassen darauf schließen, dass die Geschichte rund um Anea weitergeht und damit weitere Fragen geklärt werden. Auch wenn ich Anea und auch ihre Geschichte bzw. die Geschichte rund um die Icks und Yps unterhaltsam fand, würde ich einen zweiten Teil nicht lesen, weil ich den Schreibstil sehr anstrengend fand und erst ab der Mitte bzw. dem Ende mit Spannung gefüllt war und die Handlung weiterverfolgen wollte, was meiner Meinung nach zu spät ist. Besonders enttäuscht war ich, dass es wenig um KI ging, auch wenn es erst Level 1 ist. An sich fand ich das Buch interessant und habe die Geschichte um Anea gerne verfolgt. Dennoch habe ich einige Zeit benötigt, um das Buch zu beenden, weil ich den Anfang nicht sehr fesselnd fand und daher etwas länger gebraucht habe, um in die Handlung hineinzukommen.

Liebe Grüße Celina.

2 von 5 Pfoten

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