„Hunde, die bellen“ – Meine letzten 3 Monate auf neuen Wegen

Hallo meine liebsten Buchmenschen,

in den letzten Monaten war ganz schön viel los in meinem Leben. Ich will nicht sagen, dass Chaos herrschte, aber ich verließ einen Weg, der mich persönlich einengte und betrat neues bzw. anderes Terrain. Vielleicht kennt ihr das, dass man manchmal etwas offensichtlich Neues braucht, um Abstand zu gewinnen oder frei atmen zu können. So ging es mir. Ich war so einiges leid.

Der 1. Schritt…

… war für mich der Umzug. Meine kleine 1-Zimmer-Wohnung und die Umgebung gingen mir auf die Nerven. Nicht nur der Größe wegen, auch wenn das der Hauptgrund war. Ich fühlte mich in dem Viertel fehl am Platz und beobachtet, außerdem gab es die ein oder andere Erinnerung, die mich zu sehr beschäftigte und das wollte ich nicht mehr. Also überwand ich meinen Schweinehund und suchte kurz nach der LBM nebenbei nach einer Wohnung. Ich wurde schneller fündig als erwartet und sitze nun in einer fast doppelt so großen Wohnung mit sehr vielen neuen Möbeln. Das klingt doof, aber ich fühle mich jetzt wirklich unbefangener.

Der 2. Schritt…

…sich endlich wieder etwas mehr Zeit für Freunde zu nehmen. Wozu habe ich schließlich eine zentrale Wohnlage gewählt und mir einen großen Esstisch gekauft. Dementsprechend war ich im Juli und August öfter unterwegs, ging ins Kino oder lecker essen, man traf sich bei mir oder bei Freunden. Seit dem Umzug habe ich sogar neue Menschen kennengelernt. Ob sich daraus Freundschaften entwickeln werde ich allerdings noch sehen. Ich gehe meinen neuen Weg also weniger allein, doch reicht das? Inzwischen ist mir klar, dass es wahrscheinlich nicht reicht.

Der 3. Schritt…

…war wie verhext und kam zu Beginn ohne mein Zutun, denn ich hatte noch nicht vor auf „Männerpirsch“ zu gehen, aber das Schicksal meinte es wohl anders. Getreu dem Motto: Du hast doch jetzt Platz in deinem Leben. Es war wirklich wie verhext. Auf einmal wurde ich im real Life angesprochen, als hätte ich eine neue Aura. Es fühlte sich wie eine Bestätigung an. Den Grund für meine, in letzter Zeit, häufige Social Media Abstinenz (zumindest bin ich weniger als sonst auf Insta, Twitter & Co. unterwegs) lernte ich jedoch online kennen. Es ist schwer zu beschreiben, wie sich der Weg auf einmal verändert und ein Stück weit sonniger wird.

Der 4. Schritt…

…ist der Schwierigste für mich. Der Weg wird hier ein wenig holprig, denn es geht um das Thema Selfcare, sich Zeit für sich zu nehmen, die To Do – Liste mal weglegen. Meine To Do – Liste ist länger als ich manchmal denke, erst recht, seit ich den Blog habe. Beispielweise plane ich seit Monaten einen Beitrag zu den Tributen von Panem inklusive den Filmen und schaffe es zeitlich einfach nicht, mich hinzusetzen und den letzten Film mit meinen Buchnotizen zu vergleichen bzw. zu schauen. Es steht immer zu viel auf dem Programm und ich bin nie so schnell wie ich es mir wünschen würde. So langsam begreife ich erneut (!), dass das nicht schlimm ist. Ich setze einfach andere Prioritäten. An sich habe ich das schon mal hinbekommen. Ich muss einfach wieder einen Trott hinein bekommen. Dementsprechend kann es auf dem Blog eben ruhiger zugehen.

Der 5. Schritt…

…ist das Ankommen und noch Zukunftsmusik. Aktuell lasse ich mich noch ein wenig treiben und schaue, ob der Weg sich mir so eröffnet, wie ich ihn von Weiten erblickt habe (man, klingt das philosophisch). Ich bin zuversichtlich, habe ein gutes Gefühl und gehe zunächst in gemäßigten Schritten auf die FBM zu. Hoffentlich sehe ich euch dort.

Liebe Grüße Tina (& Diego)

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10 thoughts on “„Hunde, die bellen“ – Meine letzten 3 Monate auf neuen Wegen”

  1. Liebe Tina,

    ich finde, das hört sich alles sehr gut an! Klar ist man unsicher, wenn man neue Wege geht. Aber es ist toll, dass du sie gehst und dich ausprobierst.
    Und ich zumindest finde es schön, wenn sich im realen Leben mehr tut. Ich genieße das immer sehr, auch wenn ich dann nicht so zum Bloggen komme. Was mich natürlich trotzdem umtreibt, wie auch im Moment. Aber alles hat seine Zeit. ♡♡
    Liebe Grüße
    Petrissa

    1. Liebe Petrissa,

      danke für deine lieben Worte.
      Neue Wege zu gehen ist für mich selbst nicht neu, aber immer wieder ein Abenteuer und du hast recht, man sollte es genießen.
      Mal sehen, wie ich das zukünftig alles auf die Reihe bekomme 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

    1. Ooooah, danke Daggi. Das ist lieb von dir.
      Ich freu mich auch. Hoffentlich gehen die Begegnungen in dem Trubel nicht unter.
      Ich mag euch alle so gerne sehen.

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Ein schöner persönlicher Beitrag und ich freue mich für dich, dass zurzeit bei dir alles so rund läuft, das ist toll. Und der Blog läuft nicht davon, habe auch so viele Ideen, aber die Bachelor Arbeit geht zurzeit vor, so ist das, von daher genieße die Zeit! Ich wünsche dir alles Gute! Am Messesonntag bist du nicht da, oder?

    Danke für deinen lieben Kommentar! Ich bin auch noch gespannt, was da alles noch dazu kommen wird.

    Alles Liebe

    Nadine

    1. Liebe Nadine,

      danke dir. Persönlich ist der Beitrag, ja. Und es hat mich tatsächlich ein wenig Überwindung gekostet, ihn zu veröffentlichen, obwohl der Beitrag doch relativ unverfänglich ist.
      Aber manchmal möchte ich meine Gedanken einfach teilen, mit euch 🙂

      Ich hoffe doch, dass der Blog nicht wegläuft und ich trotzdem noch Zeit zum Stöbern finde, aber tschakka. Ich genieße es und mach das, was geht. Genau. Danke.

      Sonntag fahr ich leider schon wieder 🙁 Echt schade.

      Liebe Grüße
      Tina

  3. Liebe Tina,
    du sprichst mir mehr als einmal aus der Seele. Ich habe in den letzten Monaten das Gefühl, dass mir das Leben davon rennt und ich es einfach nicht mehr zu fassen bekomme. Gerade was das Thema Selfcare angeht, muss ich dringend etwas ändern. Schon morgens beim Aufstehen greisen meine Gedanken um die ganzen Erledigungen, die ich machen muss. Ich wünsche uns beiden, dass wir uns mehr Zeit für uns selbst nehmen.

    Liebe Grüße
    René

    1. Lieber René,

      das ist wirklich ein Phänomen der Schnelllebigkeit unserer Zeit. Wir kommen einfach nicht mehr hinterher.
      Obwohl ich oft von älteren Familienangehörigen höre, dass die Zeit schneller vergeht, um so älter man wird. Dem kann ich tatsächlich zustimmen.
      Dann drücken wir uns mal gegenseitig die Daumen.

      Liebe Grüße
      Tina

  4. Hallo Tina,
    dein neuer Weg hört sich für mich gut an. Du scheinst glücklich damit zu sein und dann ist er auf jeden Fall gut für dich. 🙂
    Auch wenn du vielleicht auf deinem neuen Weg nicht regelmäßig bloggen würdest, ich bleibe dir treu und freue mich über jeden kleinen Beitrag.
    Vielleicht sehen wir uns auf der Buchmesse! 😀
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana,

      vielen lieben Dank. Das tut gut, das zu lesen.
      Und ja, ich bin happy, es muss sich nur langsam einpendeln 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

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