„Das Leuchten unserer Träume“ von Dani Atkins – Sei offen für das Leben! Die Autorin trifft emotional erneut ins Schwarze

Guten Abend meine Lieben,

diese Woche fällt es mir abends besonders leicht, Beitäge fertig zu schreiben. Was solls?! Dann geht es eben kurz vor 0 Uhr online. Diese Woche läuft sowieso ziemlich wie geschmiert. Mein Geburtstag gestern war zwar eher ein normaler Tag, aber ich hole das „Feiern“ noch nach. Sogar mehrmals, wenn ich so recht überlege….

Doch jetzt zur Rezension dieser wundervollen Geschichte und ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar, ich habe mich wirklich sehr gefreut. Trotzdem möchte ich betonen, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wurde (ja, der Spruch musste jetzt kommen).

Sophie und Ben – Eine Verbindung, die über ihre Schatten hinaus geht

Allgemein:

Der neue Liebesroman von Dani Atkins erschien erst vor wenigen Wochen und damit bleibt das Knaur der britischen Autorin weiterhin treu. Nach Bestsellern wie „Der Klang deines Lächelns“ oder „Die Nacht schreibt uns neu“ zieht es den Leser nun in die Geschichte von Sophie. Mit Anfang 30 hält sie von festen Bindungen nichts. Es kann nur weh tun, denn irgendwann verliert man diesen Menschen doch sowieso. Genau wie sie ihren Bruder bei einem Verkehrsunfall verlor. Seitdem bleibt sie vernünftig, lässt nur ihren Kater, ihre beste Freundin und ihre Familie an sich heran. Bis zu dem Feuer, das sie fast ihr Leben gekostet hätte. Wäre da nicht Ben gewesen, ein Held, der aus dem Nichts auftauchte und den sie nicht mehr los wird. Doch will sie ihn überhaupt los werden? Und warum kommt er ihr so vertraut vor? Weiß er mehr als er zugibt?

Mein Bild:

Mir fiel sofort auf, dass das Cover anders als die Vorherigen ist. Normalerweise gibt es immer eine Art Leitlinie, wie ein Wegweiser auf dem Bild, doch dieses Mal nicht. Dieses Mal ist es ein Silhouettenansicht bei Nacht mit goldener Prägung. Die Lichtreflexe darauf geben einen wundervollen Effekt auf dem türkisfarbenen Untergrund ab. Wirklich schön.

Wer mich kennt, weiß, dass ich jedes in Deutschland erschienene Buch von Dani Atkins gelesen habe. Ihr Schreibstil ist einmalig: flott, emotional, tiefgehend und so menschlich, dass die Geschichten mich emotional, in guten wie in schlechten Tagen, mitreißen. Natürlich ist jede Story trotz immer wieder kehrender Romantik und Dramatik einmalig. Sowie auch diese.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir recht leicht. Die Kapitel sind teilweise noch in Monatsangaben unterteilt, um Zeitsprünge klar darzustellen. Damit arbeitet die Autorin oft und es bewährt sich bis jetzt. Ebenso wie die Ich-Perspektive, die mir in Form der Protagonistin Sophie Winter begegnet.

Sophies Leben ist geprägt durch die Schatten ihrer Vergangenheit, denn die Erinnerung an den Tod ihres Bruders quälen sie Tag für Tag. Seitdem lässt sie niemanden mehr in ihr Herz, ihre Routine und Unabhängigkeit sind alles, was sie ihrer Meinung nach braucht. Für mich ist das ein Unding, so lang (16 Jahre!) allein zu bleiben. Doch Sophie beschreibt ihren Schmerz intensiv genug, dass ich ihr diese Entscheidung nicht verübeln kann. Es ist ein Teufelskreis, eine psychische Belastung, die Sophies ganze Familie im Bann hält. Das ging mir wirklich Nahe.

Und dann ist da auf einmal Ben Stevens, der offen dem Leben und dessen Möglichkeiten gegenüberzustehen scheint, der so ganz anders ist als Sophie. Ihn lerne ich charakterlich, ohne Einblick in seine Vergangenheit, kennen. An sich eine logische Konsequenz, da er keine eigene Perspektive im Buch bekommt. Aus gutem Grund natürlich! Nichtsdestotrotz schloss ich Ben schnell in mein Herz, als Retter in einer so heftig beschrieben Situation des Feuers wie auch als normalen Mensch.

Es kommt wie es kommen muss, zwischen Sophie und Ben fängt es langsam an zu knistern. Ich bekam vorhersehbare romantische Augenblicke, die mich seufzen ließen und stutzte mit Sophie gemeinsam darüber, dass Ben irgendwie so viel „erahnte“. Vom Klappentext her zog ich schnell einen Zusammenhang zu Sophies Bruder, aber die Autorin legte zwischendurch immer neue Fährten und es gab noch so viel mehr.

Zum Beispiel Bens liebenswerter zusammengewürfelter Haufen Freunde, bei denen Dani Atkins die gleiche Raffinesse an den Tag legte wie bei Bens Charakterisierung. Denn ich lernte erst die Freundlichkeit und das Außergewöhnliche an diesen Menschen kennen, bevor deren Geschichte erzählt wird. Der Zweck ist ganz einfach: Ich hatte das richtige Bild von ihnen und mir wurde klar, dass diese Menschen sich nicht nach den Schatten ihrer Vergangenheit richten wie Sophie. Das war eine tolle Leseerfahrung!

Des Weiteren macht Sophie eine positive Entwicklung durch, trotz der teilweise ganze Felsbrocken, die die Autorin ihr überraschender und doch wichtiger Weise in den Weg legte. Ich war erstaunt, wie ich oft eines Besseren belehrt wurde und so manches „Nein“ oder „Gott sei Dank!“ kam aus mir heraus. Ich erwähne hier auch Sophies beste Freundin Julia. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, obwohl Dani Atkins mit Julia zeigt, was Sophie in 16 Jahren verpasst hatte.

Und dann das große Gefühlskarussell am Ende. Ich werde nichts verraten. Nur kurz, es hat mich glücklich und traurig zugleich gemacht. Die Botschaft, das Leben nicht anhand seiner Tiefschläge zu leben, sondern die Freude am Leben auszukosten, ist angekommen.

Fazit:

Dani Atkins packt erneut große Gefühle in eine ereignisreiche Liebesgeschichte, in der es sich um mehr als das Paar selbst dreht. Repräsentativ, traurig und Mut machend zugleich!

5 von 5 Pfoten

Passend dazu heute mal die Fragen: Wie steht ihr dazu, wenn das Ende des Buches offen bleibt? Oder wenn es kein Happy End hat? Oder nervt es euch, wenn es ein klischeehaftes Happy End gibt?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

2 thoughts on “„Das Leuchten unserer Träume“ von Dani Atkins – Sei offen für das Leben! Die Autorin trifft emotional erneut ins Schwarze”

  1. Hallöchen liebe Tina,
    hach, so schön deine Rezension. Da hat man sofort wieder Lust alle Bücher noch einmal zu lesen. Und Ben ist eine ganz große Liebe <3 den hätte ich auch sofort genommen. 😀
    Zu deinen Fragen: ich glaube es würde mich überraschen, wenn Dani Atkins mal ein klischeebehaftetes HappyEnd schreiben würde. Ich mag es, wenn das Ende offen ist, ich aber weiß, dass es den Figuren trotzdem irgendwie gut geht. Komplette traurige Enden mag ich hingegen nicht. Das Ende darf aber auch nicht zu offen sein. Was ich sagen möchte ist, dass das Ende rund sein sollte. Die wichtigsten Fragen sollten geklärt sein und der Rest der Fantasie überlassen werden.
    Liebe Grüße
    Jule

    1. Hey Jule,

      dankeschön.

      Ja, Dani hat einen guten Kompromiss geschaffen, was den Abschluss in ihren Büchern angeht.
      Finde ich es immer rund und gelungen? An sich ja, aber manchmal möchte ich gern mehr… Ich glaub, du weißt was ich meine, oder?
      Die Geschichten sind so toll, dann möchte man manchmal einfach noch kein Ende sehen 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

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