„Hunde, die bellen“ – Beiträge abseits von Rezensionen, Leselisten & Co.

Meine Lieben,

ich bin erst vor ein paar Monaten unter die Buchblogger bzw. überhaupt unter die Blogger gegangen. Ich bin kein Profi, werde noch viele Erfahrungen sammeln müssen und das wird sicherlich noch dauern. Aber eines ist mir in der Zeit aufgefallen: Es dreht sich nicht nur um Rezensionen, Leselisten, Neuzugänge und Messeberichte. Das wäre wahrscheinlich auch zu einfach. Blogger sind kreativ, nachdenklich, kritikfähig, emotional und tragen das in die Welt hinaus.

Ich finde, gerade wenn man liest, beschäftigt man sich viel mit anderen Themen. Dazu zählen politischen Systeme, die Darstellung von Erkrankungen, Familienzusammenhänge, häusliche Gewalt, gleichgeschlechtliche Liebe und noch viel mehr. Man denkt über die bald zu schreibende Rezension hinaus. Welche Message drückt die Geschichte aus? Welche Meinung habe ich grundlegend dazu? Warum also nicht darüber hinaus berichten? Sich nicht nur zum Buch, sondern zum Hintergrund äußern? Eine neue Idee wird geboren und als ein Beitrag der anderer Art nieder geschrieben, bei vielen bleibt es nicht der Letzte und trara die…

Kolumne

Bezeichnet in der Presse einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform. Der Autor einer regelmäßig erscheinenden Kolumne wird Kolumnist genannt. (Quelle wikipedia.org)

…nimmt einen Teil des Blogs ein.

Ich gebe zu, manche Offenbarungen sind „schwere“ Kost und ich bin der Meinung, es erfordert Mut gewisse Themen öffentlich und verständlich auszusprechen. Ich lese und kommentiere diese Beiträge sehr gern. Sie bringen mich selbst zum Nachdenken, erweitern meinen Horizont, regen zum Austausch an.

Ebenso wie Beiträge über die alltäglichen Dinge im Bloggerleben, die mich in meinem Handeln bestätigen oder Balsam für die Seele sind. Was könnte das zum Beispiel sein? Gerade die ersten Wochen mit dem Blog stand ich unter Stress. Ich habe mir Ziele gesteckt: Mindestens 2 Beiträge die Woche, Social Media pflegen, in anderen Blogs stöbern, viel lesen um auch viel zu rezensieren und so weiter und sofort. Mein Zeitmanagement war zu dem Zeitpunkt der absolute Horror. Ich fragte mich, wie andere Blogger das schafften. Ich meine, es wirkt immer so fluffig und einfach, derweil ist das eine zeitraubende, wenn auch leidenschaftliche Arbeit. Ich stieß mit der Zeit auf ein paar Beiträge, in denen die „Kollegen“ über ihr Zeitmanagement berichteten, wie sie das Bloggen in ihrem Leben integrieren und das es nicht immer leicht ist, weil doch das ein oder andere darunter leidet. Ihr glaubt gar nicht, was für ein Stein mir vom Herzen gerollt ist. Man ist nicht allein, man fühlt sich besser.

Spätestens seit der DSGVO-Welle bin ich Fan von Posts, die als Hilfe dienen. Ohne den ein oder anderen „Leitfaden“ wäre ich mit dem Kram nicht ansatzweise fertig geworden. Nicht zu vergessen die Beiträge, die gewisse Literaturgenre und Begriffe auseinander nehmen. Ganz ehrlich, ein Blogger bringt das nun mal besser rüber als Wikipedia. Die Community gibt mir die besten Werkzeuge für eine bessere Organisation und Know How an die Hand, die mir das Leben und Bloggen erleichtern. Ich glaube, ich wäre sonst nie dazu gekommen ein Bullet Journal anzufangen.

Daher möchte ich einmal bei allen Blogger-Kollegen danken, die sich ihren eigenen Kolumnen mit Herzblut widmen. Leute, ihr seid der Wahnsinn!

Auf Anhieb kommen mir folgende Blogs in dem Sinn:

Trallafittibooks, Crow and Kraken, Zweilenwanderer, Ink of Books, Fuchsias Weltenecho, Stopfi´s Bücherwelten und Bücherschmöker

Das sind natürlich längst nicht alle Blogs! Wer in den Social Media-Kanälen unterwegs ist, wird noch mehr entdecken.

Schlussendlich weckte diese Vielfalt in mir das Bedürfnis eine neue Kategorie abseits der klassischen Buchbeiträge ins Leben zu rufen: „Hunde, die bellen…“. Nicht um zu provozieren, arg politisch zu werden oder zur Karla Kolumna zu mutieren. Nö, ich möchte mir einfach mal das ein oder andere von der Seele schreiben. Das wird sicherlich spannend mit meiner kompromissbereiten, friedliebenden, aber auch ehrlichen Ader. Also vor allem für mich.

Keine Ahnung, was dabei genau heraus kommt, vielleicht wird es „Bull Shit“ und ich schließe es dann einfach wieder oder mir gefällts und ich schreibe mir einfach sämtlichen Kram von der Seele, egal wie öde das Thema klingen mag. Ich habe die Freiheit darüber zu entscheiden, die nehme ich mir und glaubt mir, darüber habe ich lange nachgedacht. Denn wie eingangs betont, es erfordert manchmal Mut und selten gibt man nicht nur lapidare Dinge von sich Preis.

Was haltet ihr davon? Von Themen abseits der Buchrezensionen. Macht es den Blog zu etwas Anderem oder gar Besseren? Setzt ihr es selbst um oder fürchtet ihr euch darüber hinaus zu gehen? Wie sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße Tina (& Diego)

2 thoughts on “„Hunde, die bellen“ – Beiträge abseits von Rezensionen, Leselisten & Co.”

  1. Also ich versuche auch immer wieder einen Kolumnen Beitrag online zu bringen. Die drehen sich dann um die Sachen die mich gerade bewegen, oft um persönliche Erfahrungen, aber auch die Sozialen Netzwerke und die letzte Ausgabe wurde auch mal politisch. Lese das auch gerne bei anderen und bin deshalb gespannt, was du dir so einfallen lässt ;).

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ahh du machst mir nun echt Lust auf das Buch, denn wenn das noch besesr als der Film ist, dann bin ich echt gespannt drauf.

    1. Hey Nicole,

      ich bin auch gespannt, was mir einfällt. Ideen gibt es genug. Es muss aber auch reichen um mehr daraus zu formulieren. Mal sehen.

      Ja, gerne doch. Danke dir fürs Vorbeischauen.

      Liebe Grüße Tina

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