Gespräch mit der Autorin Monika Peetz über Zeitreisen, Notizbücher und Ideenfindung + Gewinnspiel!

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Happy 1. April meine Lieben,

heute ist mein letzter Urlaubstag. 2 Wochen hatte ich frei, war auf der LBM, habe mich mit lieben Menschen getroffen, das Leben genossen und bin sogar noch weggefahren. Im Großen und Ganzen sollte ich also erholt sein. Ob es so ist, werde ich sehen, wenn mich der Alltag wieder hat.

Doch bevor es soweit ist, möchte ich noch einmal in Erinnerungen an die Leipziger Buchmesse schwelgen – insbesondere an den Interview-Termin mit Monika Peetz. Gern blicke ich mit euch zusammen zurück, inklusive eines kleinen Gewinnspiels (Achtung, das ist kein Aprilscherz).

Der erste Blick

Es ist Donnerstag, der 21. März 2019, der erste Messetag auf der LBM. Gegen 16:30 Uhr schleiche ich um den Stand des Rowohlt-Verlages herum und fiebere meinem allerersten Autoren-Interview entgegen. Ich sehe Monika Peetz bereits, die noch in einem anderen Termin steckt. Ich frage mich, wie sie wohl ist, wenn man ihr gegenüber sitzt. Schriftstellerin, Drehbuchautorin, Filmproduzentin, Monka Peetz ist eine Frau, die sich einen Namen gemacht hat.

Ihre Romane zu den „Dienstagsfrauen“ wurden verfilmt und natürlich war sie an der Umsetzung beteiligt. Nun veröffentlichte Rowohlt ihr erstes Jugend-Fantasy-Buch. „Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt“ ist der erste Band einer Trilogie, den ich wärmstens empfehlen kann (Rezension hier). Ich freue mich jetzt schon darauf den zweiten Band zu lesen, doch jetzt schauen wir zunächst einmal, wie unser Gespräch verlief.

Frau Peetz erkannte mich tatsächlich. Das lag wohl daran, dass ich ihr seit einer Weile auf Instagram folge. Ok, im Gespräch mit ihr habe ich das Wort „stalken“ benutzt, aber das war übertrieben. Sie bot mir an, uns doch zu duzen und schon war das Eis gebrochen. Monika ist eine offene und wirklich sympathische Person, mit der man lachen und wahrscheinlich über Gott und die Welt sprechen kann.

Zuerst der Film, dann das Buch?

Natürlich bin ich nicht ganz unvorbereitet in das „Interview“ gegangen, zog mein Notizbuch hervor, um meine Fragen vor Augen zu haben. Alles kann man sich schließlich nicht merken. In diesem Punkt waren wir uns beide einig. Die erste und damit am schnellsten beantwortete Frage war, wie sie auf die Idee zu „das Herz der Zeit“ kam. Monika erzählte mir, dass die Geschichte aufgrund einer Filmproduktionsanfrage zustande kam. Allein nach dieser Aussage machte mein Herz bereits einen Sprung, da ich mir das Buch wirklich gut als Film vorstellen kann. Es ist Monikas Metier, warum also nicht. Die Filmrechte gibt es also, nur wann wir die Geschichte um Lena, Dante und Bobbie auf der Leinwand sehen werden ist fraglich. „Auf jeden Fall, nachdem alle Bände erschienen sind.“, sagte mir die Autorin mit einem Grinsen in Gesicht.

Eine Geschichte entsteht

Der Entstehungsprozess ihrer Geschichten läuft im Großen und Ganzen immer ähnlich ab. Es steht das Thema bzw. die Handlung schon fest. Beim „Herz der Zeit“ sticht klar die Thematik des Zeitreisens im Mittelpunkt. Die Figuren entstehen bei Monika über eine Art „Mood Board“, sie muss die Figuren sehen können, damit sie fassbar werden. Bilder helfen ihr dabei. Jedoch verwirft sie auch öfter die ein oder andere Idee, wie sie mir in ihren Notizbuch gezeigt hat. Namen werden gestrichen oder geändert bis die Figuren mit der Geschichte verschmelzen.

Lang lebe das Notizbuch

Dabei unterstützen vor allem Notizbücher die Arbeit der Autorin. Skizzen, Fotos, Listen, Stichpunkte, memoryartig angeordnete Post-Its. Ihr glaubt gar nicht, wie fasziniert ich von diesen Notizbüchern war. So bunt und vielfältig, und daraus entstehen großartige Geschichten, verrückt. Sie besitzt inzwischen 2 Notizbücher allein für die Trilogie. Jedes Projekt findet bei Monika Platz in einem Notizbuch und sie wirft sie nicht weg, auch wenn es zumindest bei einer Idee die Überlegung gab, das Notizbuch wegzuwerfen. Im übrigen führt Monika seit einiger Zeit ein Bullet Journal, ein Fangirl-Moment mehr für mich.

Setting und Details in Skizzen

Auf jeden Fall sind diese handschriftlichen Notizen der Beweis, wie viele Gedanken, kreative Sprünge und Gelegenheiten die Autorin in ihre Arbeit einfließen lässt. Zum Beispiel skizzierte sie den Aufbau der unsichtbaren Stadt nicht nur für sich, nein, auch der Illustrator Jens Weber nutzte die Abbildungen als Vorlage für die Karten zwischen den Buchdeckeln. Eine Herausforderung stellte übrigens das Äußere und die Funktionalität des Chronometers dar. Wie sollte eine Armbanduhr aussehen mit der man durch die Zeit reisen kann, so dass es einer Logik folgt? Monika bastelte so lange bis sie zufrieden war. Allerdings recherchierte sie nicht immens zum Thema Zeitreisen allgemein. Das hat mich verwundert, aber die Begründung, dass es zu viel des Guten sei, gerade weil es so viele wissenschaftliche Ansätze gibt, konnte ich nachvollziehen. Nach meinem Befinden passt ihre Art und Weise dieser Thematik wunderbar in das Gesamtbild des Buches.

Das Ende

Wie schon erwähnt hat Monika bereits die Grundidee eines Buches im Kopf und entwickelt daraufhin von Beginn bis Ende die Geschichte. Beim „Herz der Zeit“ stand das Ende interessanterweise schon eher. Sie wusste einfach, wie es ausgeht und hat das Ende tatsächlich schon am Ende des 2. Notizbuches vermerkt, bevor es gefüllt war. Falls sich jemand die Frage stellt, ob ich das Ende kenne. Nein, ich weiß es nicht. Ich habe mich lediglich ein wenig zum zweiten Band spoilern lassen und mir entfleuchte ein- bis zweimal ein „Nein, wirklich!?“ oder „Wie cool ist das denn?!“. Der 2. Teil wird sicher erneut lebendig, spaßig und dazu ist es ein Abenteuer, bei dem die Nebendarstellerin mehr in den Mittelpunkt rückt. So, mehr Infos gibt’s nicht.

Ich danke Rowohlt und vor allem Monika Peetz für diesen schönen Abschluss am 1. Messetag. Ich hoffe, ich sehe Monika im Oktober in Frankfurt wieder, bis dato habe ich sicherlich „Das Herz der Zeit – Der geheime Schlüssel“ und wahrscheinlich „Die Dienstagsfrauen“ gelesen.

Es gibt etwas zu gewinnen!

Ganz überraschend hat mir Monika den 1. Band noch einmal mitgegeben, um diesen an jemanden zu verschenken, der sich genauso dafür begeistern kann wie ich (meine Wortwahl). Ganz klar, dass vor allem ihr damit gemeint seid!

Dementsprechend hat einer von euch die Möglichkeit ein nagelneues, noch verpacktes Buch von „Das Herz der Zeit – Die unsichtbare Stadt“ zu gewinnen! Was ihr tun müsst? Beantwortet mir folgende Frage mittels Kommentar, denn nur damit landet ihr im Lostopf:

In welche Zeit würdet ihr gern einmal mittels Chronometer, wie Lena aus „Das Herz der Zeit“, reisen und warum?

Und jetzt noch die Teilnahmebedingungen:

  • Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich und mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. Solltest du unter 18 sein, dann benötigst du das Einverständnis eines Erziehungs- oder Sorgeberechtigten.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt sich der Gewinner oder die Gewinnerin einverstanden, öffentlich auf den teilnehmenden Blogs und den zugehörigen Social Media-Accounts mit Namen genannt zu werden.
  • Der Versand erfolgt über mich. Mit Teilnahme erklärt ihr euch damit einverstanden, dass im Gewinnfall eure Adresse an uns weitergegeben und ausschließlich für den Buchversand genutzt wird.
  • Eure Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Versand des Gewinnes gelöscht.
  • Das Gewinnspiel endet am 21.04.2019.
  • Der Gewinner oder die Gewinnerin wird nach Ende des Gewinnspiels per Zufallsprinzip ausgelost und bis zum 28.04.2019 per E-Mail informiert.

Viel Glück und liebe Grüße Tina (& Diego)


*Kennzeichnung aufgrund Gewinnspiel

18 Kommentare

  1. Ich würde gerne ins Jahr 2300 in die Zukunft reisen. Ich fände es unglaublich spannend zu erleben, welche technologischen und medizinischen Fortschritte es bis dahin geben könnte! 🙂

    1. Hi Julia,

      eine exakte Zeitangabe! Ich hätte ja ein wenig Angst davor zu sehen, was uns erwartet.

      Liebe Grüße
      Tina

    1. Liebe Katja,

      da würde ich mitkommen, solange ich nicht so eine riesige Perücke tragen muss 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Also, wie versprochen, liebe Tina…. mein Zeitreisewunsch: in die Zeit als die Welt ‚noch in Ordnung war‘… kurz vor der Industrialisierung. Als wir noch auf Pferden ritten. ‚Unsere kleine Farm‘, ‚Fury‘ und auch genau dorthin… Walnutgroove oder die ‚Broken Wheel Ranch‘ (den Namen musste ich zugegebenermaßen googlen…) – die Zukunft interessiert mich natürlich auch, neue Technologien, Ideen und Raumfahrt, aber ich stelle mir das eher düster und mechanisch vor und bevorzuge daher definitiv die natürlich belassene Umwelt, die damals noch vorherrschte!
    Bis morgen, little Tina (und vergiss meinen Gewinn nicht! )
    LG
    Katrin

    1. Hallo Katrin,

      So so, die guten alten Zeiten vor der Industrialisierung und Digitalisierung. Als Kinder noch Frischluft schnappten.

      Den Gewinn bekommst du nur, wenn das Los auf dich fällt. Hier gilt Fairness und der olympische Gedanke.

      Liebe Grüße Tina

  3. Zeitreisen… hmmm… in die Zukunft will ich nicht unbedingt.
    Da würde ich die Vergangenheit vorziehen, mich mit meinen Ahnen der letzten Jahrhunderte unterhalten, schauen, wie es war als wir auch hier in Deutschland noch Monarchen, Gutsherren usw. hatten, aber auch wie gefährlich es für „wissende Frauen“ bis vor 250 Jahren wirklich war.

    1. Hallo Josephina,

      mich würde die Vergangenheit auch mehr reizen als die Zukunft.
      Wie war es wirklich? Haben die Historiker recht? Das wäre ich auch sehr neugierig drauf.

      Liebe Grüße
      Tina

      1. Hallo Tina,
        ja genau. Quasi nicht nur irgendwie recherchiert durch Aufzeichnungen, sondern quasi aus erster Hand.
        Viele Grüße

  4. Hey,

    Am liebsten würde ich in die Vergangenheit reisen. Ich möchte unbedingt mal auf eine Soiree auch wenn ich dort so eine große Perücke tragen müsste. Aber ich habe schon so viel darüber gelesen und würde mir gerne selbst mal ein Bild davon machen ☺️

    1. Hallo Celina,

      ich komm mit, obwohl ich glaube, dass mich die Klamotten nach ein paar Stunden richtig nerven würden 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

  5. Hallo Tina,

    ein total interessanter Beitrag. Muss ich vielleicht demnächst doch mal in das Buch gucken.
    Ich weiß, Gewinnspiel vorbei und so, aber ich beantworte deine Frage trotzdem.
    Am liebsten würde ich ins viktorianische England reisen. Ich bin großer Fan dieser Zeit.

    Alles liebe Chrissi
    #litnetzwerk

    1. Hallo Chrissi,

      oh ja, die Autorin macht einen auch Lust auf das Buch.
      Sie ist definitiv ein Profi und das Buch fand ich super.

      Das viktorianische England. Ich glaube, ich begleite dich eine Weile. Das würde mich auch interessieren.

      Liebe Grüße
      Tina

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