Montagsfrage vom 26. November 2018

Guten Abend meine Hübschen,

it´s Christmastime! Ich freue mich riesig, dass es endlich los geht.Traditionell habe ich erst nach Totensonntag angefangen im Weihnachtsfeeling zu versinken. Heute ging es bei mir also rund: Weihnachtsdeko drapiert, Backzeug ausgebreitet, Adventskalender gefüllt, Wichtelgeschenk eingepackt und die passende Playlist angeworfen. Ihr fragt euch sicher, was ich dann noch bis zum Heiligen Abend anstelle? Wahrscheinlich viel backen (wenn es die Zeit her gibt), mich mit Herzensmenschen treffen, einen kleinen Weihnachtsbaum schmücken, einige Geschenke verpacken und den Weihnachtsmarkt besuchen… Meine Lektüre passt sich dem übrigens an, in dem ich Märchen und Kinderbücher lese.

Doch kommen wir zur heutigen Montagsfrage von „Lauter & Leiser“.

Wie gehst du damit um, der einzige begeisterte Leser eines bestimmten Buches in deinem Freundes- und Bekanntenkreis zu sein?

Antonia hat die Frage an sich so ausgelegt, dass es wirklich um Bücher geht, die nur ich und kein anderer gelesen hat bzw. ich niemanden finde, der sich mit mir darüber austauschen kann. Ehrlich gesagt, ist mir das noch nie passiert. Zumindest nicht so crass, daher münze ich die Frage ein wenig um: Was wäre, wenn ich ein Buch sehr mag, aber viele andere überhaupt nicht?

Die einfachste Antwort lautet: „Drüber stehn.“. Ich meine, wenn mir das Buch gefällt und ich dementsprechend positive Argumente äußere, dann ist das eben so. Jeder andere sollte meine Meinung respektieren, so wie ich seine respektiere.

Natürlich gibt es diese Bücher, die man entweder „hasst“ oder abgöttisch „liebt“. Geschichten, die die Leserschaft spalten. Stories, die dadurch absolut im Mittelpunkt stehen.

Mir erging es bei der „After“-Reihe von Anna Todd schon mal so. Keiner hat es gelesen oder man fand es sexistisch und nannte den begriff „toxische Liebesbeziehung“. Die Meinungen kann ich gut verstehen, aber ich habe die Reihe durchgesuchtet wie nichts. Ich mochte den Stil. Ich mochte, dass beide Charaktere nicht aalglatt waren, mit ihren Problemen zu kämpfen hatten und gemeinsam wie auch getrennt alles durchstanden. Außerdem wächst die Prota wirklich über sich hinaus.

Andersherum erging es mir bei der „Paper“-Reihe von Erin Watt. Versteht mich nicht falsch, ich habe Band 1 bis 3 gelesen. Sie haben mich unterhalten, aber so richtig umgehauen hat es mich zu dem Zeitpunkt nicht. Klischee über Klischee und ein bisschen ausgelutscht. Daher wollte ich nach dem 1. Band schon aufhören zu lesen, verschenkte das Buch an eine Freundin, die sich sofort in die Reihe verliebte. Nur ihrer Bitte wegen habe ich weiter gelesen, damit wir uns ein wenig austauschen konnten.

Ich merke gerade, dass ich nur Beispiele aus dem New- oder Young Adult – Genre einwerfe. Ein anderes Beispiel ist noch nicht diskutiert, jedoch weiß ich, dass die Fronten dahingehend sehr gegensätzlich sein können. Es dreht sich um den Klassiker „Sturmhöhe“ von Emily Brontë. Was soll ich sagen? Es war nicht meins. Wirklich nicht. So viel Grausamkeit, Naivität, Drama und Egoismus auf so viele Personen verteilt… Irre. Demnächst diskutiere ich mit anderen in einem Buchclub darüber. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Wie sieht es bei euch aus? Steht ihr auf Bücher, die alle anderen doof finden? Habt ihr das mal verschwiegen um euch dem „Shitstorm“ zu entziehen?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.