Montagsfrage vom 20. Juli 2020 – Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Einen wunderschönen guten Morgen miteinander,

heute ist schon wieder Dienstag, verrückt. Das Wochenende war viel zu schnell vorbei und der Montag startete ziemlich gut und wurde im Verlauf eher so semi-gut. Es gab einfach schon bessere Arbeitstage. Doch immer positiv denken, es kann nur besser werden! Lesetechnisch bin ich den 1. Band der „Chroniken von Alice“ verfallen. Christina Henrys düstere Adaption hat es mir bisher angetan. Ich hoffe sehr, dass das so bleibt, denn das 2. Buch, an dem ich hänge, „Das Bildnis des Dorian Gray“ fasziniert mich nicht mehr so sehr wie am Anfang. Für den #readingclassics – Leseclub sollte ich aber zusehen, dass es bis Ende nächster Woche ausgelesen ist, sonst wird das nix mit dem Austausch in der Gruppe.

Nun zum eigentlichen Thema. Ich habe die Montagsfrage von „Lauter & Leise“ gestern nicht mehr geschafft, aber ihr kennt mich, das stört mich nicht. Also lieber spät als nie:

Fiction oder Non-Fiction, was priorisiere ich?

Klar, habe ich die Frage zunächst einmal falsch verstanden und es nur auf Romane bezogen. Sprich, lese ich lieber Fantasy oder Romane, die sich auf die Realität beziehen. Selbst dann wäre meine Antwort sehr einfach gewesen. Ich lese einfach vorrangig Fantasy. Doch Antonia bezog sich in ihren Erläuterungen auf Sachbücher als Non-Fiction und ich dachte mir: Natürlich, denn auch allerlei realistische Geschichten sind fiktiv, es sei denn, diese sind biografisch. Vielleicht liege ich hier fachspezifisch ebenso falsch, wenn dem so ist, entschuldige ich mich dafür. Ich sehe mich hauptsächlich als Leserin und habe aufgegeben mich mit allen Begrifflichkeiten auseinander zu setzen und sie genau zu definieren.

Ich schweife ab. Und trotzdem bleibt die Antwort auf die Frage dieselbe: Definitiv Fiction. Mein Bücherregal ist voll davon über alle Sparten. Sachbücher besitze ich schon, aber sehr wenige. Warum ist das so? Nun, ich finde, es gibt Themen im Sachbuchbereich, die irgendwann durch neue Erkenntnisse nicht mehr aktuell sind, so dass ein Buch quasi veralten kann. Dazu kommt, dass heutzutage sehr viele sachliche Themen online schnell und effizient zu finden sind. Lediglich bei Hobbys greife ich das ein oder andere Mal auf Bücher zurück.

Oft sind es Anleitungen für grundlegende Dinge, die ich mir beibringen möchte. Vor Jahren habe ich so mit Häkeln angefangen, weil mir Tutorial-Videos zu schnell waren und ich keine Lust hatte eine passende Homepage mit Bildern zu finden. Zum Buch war schnell gegriffen und die richtige Seite aufgeschlagen. Und mal ganz ehrlich, beim Häkeln werden sich keine neuen Erkenntnisse einschleichen. Ich häkel jetzt nicht mehr wirklich, aber ein Buch habe ich dennoch behalten, weil es so einfach erklärt ist und man weiß ja nie. Was habe ich noch so als Sachbuch vorliegen? Ach ja, ein Handlettering-Buch oder auch zwei, weil ich seit längerem ein Bullet Journal führe und mir die Grundlagen Punkt für Punkt erklären lassen bzw. nachschlagen wollte. ich hole die Bücher heute noch raus, wenn ich kreative Ideen benötige ohne stundenlang auf Pinterest oder Insta zu suchen. Mit Kochbüchern ist es ähnlich. So manches Rezept ändert sich für mich nie, weil es so schmeckt wie es genau in diesem oder jenen Buch steht. Ihr seht, Sachbücher lese ich nur, um mir grundlegende, ja fast unveränderliche, Dinge anzueignen.

Wie sieht das bei euch aus?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

8 Kommentare

  1. Hallo Tina,
    mit den Sachbüchern gebe ich dir recht 🙂 Ich lebe noch zu Hause, habe daher in meinem Zimmer nur meine Fictionbücher (nenn ich jetzt einfach mal hier so, sonst wirds vermutlich zu verwirrend) stehen. Aber im Flur haben wir alles mögliche an Non-Fiction stehen. Mein Papa war Architekt und hatte daher sehr viele Architekturbücher. Einige haben wir nach seinem Tod verschenkt oder gespendet. Ähnlich mit allen anderen Büchern, die zB aus den 70er, 80er oder 90er waren. Da er sehr belesen war, gabs davon ganz viele hier. Mittlerweile stehen noch so klassiker hier wie der Brockhaus. Klar auch der ist veraltet, aber er hat einfach einen emotionalen Wert. Aus meinem Studium sind dann im Laufe der Zeit auch ganz viele Non-Fiction Bücher hinzu gekommen. Mit einem Geschichtsstudium muss man leider sehr viele Bücher kaufen, wenn man darin ordentlich arbeiten möchte. Ich denke aber, dass diese Bücher auch in einigen Jahren nicht mehr up to date sind und daher gehen werden.
    Lange Rede, kurzer Sinn: im Grunde stehen einige Non-Fiction Bücher nur noch aus emotionalem Wert hier, denn wenn ich Informationen suche, google ich 🙂 Deshalb lese ich mehr Fiction.

    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      Bücher mit emotionalen Wert zu behalten, finde ich toll. Das hätte ich in der Vergangenehit auch machen sollen…Jetzt bereue ich das ein oder andere Buch weg gegeben zu haben, aber ich hab draus gelernt 🙂 Das wird daher nicht mehr so oft vorkommen.
      Das mit der Aktualität ist echt so ein Ding, aber unvermeidbar, gerade wenn es um wissenschaftliche Aspekte geht, wird man immer wieder neue Auflagen zu vielen Themen haben, aber da erzähle ich dir ja nix.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Liebe Grüße
      Tina

    1. Liebe Lisa,

      ich habe das Gefühl, dass in unserer gemeinsamen Bubble mehr Fiction im Regal steht. *lach
      Die Meisten haben Non Fiction wirklich nur aus Beruflichen oder ähnlichen Gründen im Regal stehen.
      Damit habe ich kein Problem 😉

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Hallo Tina!
    Bei mir sind es auch definitiv mehr Romane als Non-Fiction Bücher. Obwohl ich momentan zumindest recht viele Biographien gelesen habe, weil ich für meine Klassikerbeiträge immer noch ein bisschen Hintergründe wissen möchte. 🙂
    Übrigens steht bei mir auch noch „Das Bildnis des Dorian Grey“ an.
    Aber außer Biographien lese ich manchmal noch gerne Elternratgeber, momentan habe ich ein Buch zu Hause. „Achtsamkeit für Mamas“ heißt das. Meistens lese ich aber in diesen auch eher quer, als von vorne bis hinten.
    Ein Bullet Journal und Handlettering Buch habe ich auch hier, aber da schaue ich nicht mehr so oft rein, ich habe mir viele Listen bei Pinterest angelegt und schaue meist da rein für neue Ideen.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Hallöchen Diana,

      ich glaube auch, dass viele Sachbücher eher zu Nachschlagewerken mutieren, also mal abgesehen von Biografien.
      Auf Pinterest bin ich auch ab und an bezüglich des BuJos unterwegs 🙂

      Ich bin gespannt, was du zu „Dorian Gray“ sagst. Ich kann dir sagen, dass ich schon lange keinen Protagonisten sowas von nicht mochte, aber mehr vom Charakter her. Es soll zwar so sein, aber trotzdem. *lach

      Liebe Grüße
      Tina

      1. Ja, habe schon öfter gehört, das er ein sehr unsympathischer Charakter ist. Aber wenn die Geschichte dazu passt finde ich das in Ordnung. 😉
        Bin gespannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert