Montagsfrage von 15. April 2019 – Gibt es einen Autor, den du früher bewundert hast , heute aber kritischer siehst?

Guten morgen liebste Buchmenschen,

ich bin eine von den Glücklichen, die tatsächlich auch eine kurze Woche haben. Juhu! Allerdings bin ich überhaupt nicht im Ostermodus, jedenfalls sind die Ostereier noch gut im Karton verpackt. Dementsprechend werden am Wochenende Frischluft und ein paar Verabredungen genießen. Ach ja, so was wie Balkon herrichten und Fenster putzen wären ebenso eine Idee… Was macht ihr Schönes an den Feiertagen? Bestimmt ein oder zwei Schokohasen verputzen, oder?

Ich weiß, heute ist Dienstag, aber gestern war mir die 1. Folge von GoT wichtiger als die Montagsfrage von „Lauter & Leiser“. I´m sorry.

Gibt es einen Autor, den du früher bewundert hast, heute aber kritischer siehst?

Die Autoren, die ich bewundert habe, bewundere ich im Normalfall noch immer und mag dementsprechend die Bücher nach wie vor. Obwohl Bewunderung ein riesiges Wort ist, dass ich eher Menschen zuordne, die Leben retten oder sich gegen soziale Ungerechtigkeit aussprechen. Nur so nebenbei.

Generell behaupte ich, dass ich kritischer lese als noch vor einigen Jahren. Sicherlich hängt das zum einen mit dem Älter werden und einem anderen Verständnis für die Dinge des Lebens zusammen, zum anderen natürlich mit dem Bloggen. Durch die Community sieht man ein größeres Spektrum an Meinungen und das schärft einfach die Sinne dafür.

Um ein Beispiel zu nennen: Ich mag die After-Reihe von Anna Todd. Die Bücher haben mich damals gebannt. Die Protagonistin ist von der jungen, unerfahrenen Studentin zur selbstbewussten Frau herangewachsen, ebenso wie der traumatisierte männliche Protagonist einsehen musste, dass er die Vergangenheit hinter sich lassen muss, wenn er das bekommen möchte, was er will. Die Thematik einer toxischen Liebesbeziehung, die in diesem Buch trotz allem zu einem positiven Ende führt, ist mir erst im Zuge eines Meinungsaustausches über die Reihe wirklich bewusst geworden.

Tja, und trotzdem mag ich die Bücher immer noch, nur warum? Weil ich Geschichten mag, die Hoffnung geben, die Kampfgeist zeigen und weil ich mit der Thematik persönliche Erfahrungen verbinde.

Ich verstehe, dass die Repräsentation im Zuge der Mehrheit von toxischen Beziehungen unrealistisch ist. Die Geschichte neigt mit seinen familiären Problemen zur Übertreibung und Dramatik. Doch es gibt sie, die toxischen Beziehungen, die aus einem Kampf bestehen und es gibt die, wenn auch selten, die es schaffen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. So, ich hoffe, dass ich mir damit jetzt keinen Shitstorm einhandle.

Seht ihr bestimmte Bücher bzw. Autoren kritischer als früher? Wenn ja, welche und warum?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

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