Montagsfrage vom 22. Februar 2021 – Wie geht ihr mit Rezensionsanfragen um, die uninteressant sind?

Guten Abend bookish people,

und oh, welch Überraschung! ich sitze hier. An meinem Rechner. Ich schreibe einen Beitrag. Die Montagsfrage! Ok, es ist Dienstag, entschuldigt. Letzte Woche war irgendwie anstrengend und voll. Mein Timing hat kaum für andere Inhalte gereicht als für Arbeit, Leo, Haushalt, Sport und abends höchstens noch ein paar Seiten lesen. Ich war zudem sooo furchtbar müde. Am Wochenende habe ich dann beschlossen, es so zu nehmen wie es ist. Bei dem tollen Wetter die beste Devise. Klein Leo hat sich richtig ausgepowert und macht allen vor, wie fröhlich das Leben sein kann. Und ich bin runter gekommen, meine Motivation ist wieder da. Meine Newslettermöglichkeit auf dem Blog übrigens ebenso. Mit Hilfe aus der Buchbubble bekommt man eben alles hin.

So, aber nun zur Montagsfrage von „Lauter & Leise„, die heute einen Vorschlag vom „Worldworld“ – Blog übernommen hat:

Wie geht ihr mit Rezensionsanfragen um, die uninteressant sind? Sagt ihr immer die Wahrheit und gebt zu, dass ihr kein Interesse habt?

Bestimmt gab es eine ähnliche Frage bereits. Mein dunkelstes Kämmerchen im Hinterkopf öffnet da nämlich gerade eine Tür. Nun ja, Dinge können sich ja ändern. Also ein Neustart bezüglich der Thematik Rezensionsexemplare.

„Buchpfote“ gibt es jetzt 3 Jahre und seit Anfang an begleiten mich Kooperationen mal mehr, mal weniger. Zu Beginn habe ICH alles angefragt, was mir gefallen hat. Ich wollte dabei sein, auch sagen können, dass ich Rezensionsexemplare bekommen habe. Ja, im Endeffekt war jede Zusage ein Tätscheln, dass ich den „Job“ (wir wissen alle, es ist ein leidenschaftliches Hobby) richtig gut mache. Ich weiß, das ist Blödsinn. Doch der Reiz ist da, das Erfolgserlebnis oder die Überraschung genauso. Das Gegenteil in Form von Absagen gab und gibt es im Endeffekt noch dazu. Dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich mich fast übernommen hätte und es stressig wurde pünktlich (!) die Rezensionsbelege fertig zu haben. Celina habe ich noch davor gewarnt, als sie hier eingestiegen ist. Sagen wir es mal so, sie hat inzwischen genauso gelernt eher weniger anzufragen.

Der gegenwärtige Stand ist: Das aktuelle Programm einiger Verlage habe ich mir vorab angesehen und genau 1 Buch bei 1 Verlag angefragt. Es ist nicht so, dass mir die Bücher nicht zusagen. Jedoch ist mir bewusst, dass mein Lesepensum sich in Grenzen hält und der Blog, trotz diverser Ideen und Vorhaben, nicht die oberste Prio besitzt. Wenn ich könnte wie ich wollte, sollte usw., na dann, Feuer frei, aber so ist es nun mal nicht.

Bevor ich hier komplett an der ursprünglichen Frage vorbei schlittere. Ich frage nicht nur an, manchmal oder gelegentlich, teilweise öfter wird bei mir angefragt. Von der Agentur, über den Verlag, AutorInnen im Selfpublishing, von der Massenmail über individuell geschriebene E-Mails. Seit einigen Monaten lehne ich dahingehend alles ab. Celina aktuell auch. In der Regel antworte ich allerdings nur auf die E-Mails, bei denen ich nicht irgendwo in einem großen Verteiler stehe, sondern die individuell geschrieben und im Normalfall von einem einzelnen Autor oder einer einzelnen Autorin sind.

Ich finde es interessant, dass die heutige Montagsfrage davon ausgeht, dass eine Ablehnung/Absage begründet wird. Ich meine, ich könnte auch einfach nur antworten, dass ich absage und demjenigen weiterhin alles Gute wünsche. Doch ich wertschätze natürlich jede individuelle Anfrage, die an mich herangetragen wird. Ich schaue mir die Informationen zu den Büchern an und entscheide dann, ob a) das meinem Gusto entspricht und b) ob ich das zeitlich hinbekomme. In fast alle Fällen scheitert es an b). Das spreche in der Absage aus. Und ja, ich spreche im Fall a) aus, dass das angebotene Buch nicht meinem Leseverhalten entspricht. Ehrlichkeit währt einfach am längsten. Apopo Zeit. Ich arbeite die Anfragen zeitnah ab. Keine Anfrage steht im Normalfall länger als ein paar Tage ungelesen und unbeantwortet im Postfach. Ist dem so, gibts eine Abwesenheitsnotiz, schließlich macht jeder mal Urlaub.

So, das tat gut, sich etwas von der Seele zu tippen. Ich gebe die Frage ab, wie haltet ihr es mit den Anfragen?

Liebe Grüße Tina (& Leo)

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4 thoughts on “Montagsfrage vom 22. Februar 2021 – Wie geht ihr mit Rezensionsanfragen um, die uninteressant sind?”

  1. Moin Tina!
    In dem Zusammenhang (und nicht unbedingt zur aktuellen Montagsfrage dazugehörig) fand bzw. finde ich es immer wieder sehr interessant, welche Verlage meiner Bitte um Rezensionsexemplare nachkommen und auch gerne mit einem kleinen Blog wie meinem kooperieren, und welche Verlage mir erst ab einer gewissen Follower-Zahl ein Büchlein zugestehen würden.
    Da freut es mich natürlich besonders, wenn ich von einem Verlag persönlich angesprochen werde und das angebotene Buch auch tatsächlich mein Interesse weckt. Für mich verbirgt sich dahinter auch ein kleines Lob: Scheinbar bin ich wohl ein verlässlicher Partner!
    Um aber weiterhin verlässlich zu sein, handhabe ich es ähnlich wie Du: Ich selbst frage nur Rezensionsexemplare an, die ich zeitlich auch bewältigen kann.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Herzlichen Gruß
    Andreas

    1. Lieber Andreas,

      interessant oder berechnend an mancher Stelle bei den großen Verlagen. Bloggerinnen sind eben ein gutes Marketinginstrument. Umso schöner sind dann die Kooperationen, die auf Persönlichen Kontakt und ein gutes Verhältnis beruhen.

      danke, ich wünsche dir auch ein angenehmes Wochenende.

      Liebe Grüße
      Tina

  2. Hallo Tina!
    Ich bin da wie du. Am Anfang habe ich einfach sehr viele Rezensionsexemplare angefragt und wusste dann irgendwann nicht mehr wohin, besonders, weil ich ja auch noch die selbstgekauften im Regal stehen hatte und diese auch lesen wollte. Also habe ich das auch runtergeschraubt und frage eigentlich nur noch Bücher an, die ich mir sonst auch eh kaufen würde. Eigentlich, weil manchmal habe ich dann doch noch eins dazwischen, dass einfach nur interessant klingt. 😀
    Aber zur Frage: Auch hier handhabe ich es wie du, wenn ich mal eine Anfrage bekomme, dann kommt es bei mir auch an ob es eine Massenmail ist (die ich meist direkt lösche) oder eine Mail, die doch etwas persönlicher ist. Bei letzteren antworte ich dann auch, nachdem ich mir das Buch angesehen habe und meist begründe ich es auch, zum Beispiel das es nicht meinem Interesse entspricht. Ich bin der Meinung, wenn sich jemand die Mühe macht und sich offensichtlich etwas genauer auf meinem Blog umgesehen hat, dann verdient das auch eine Antwort, auch wenn sie negativ ausfällt.
    Liebe Grüße
    Diana

    1. Liebe Diana,

      oh ja, diese Anfangseuphorie, was Rezi-Exemplare angeht. Gut, sie überwunden zu haben.
      Immer mit besten Wissen und Gewissen handeln, geht bei der eigenen Anfrage voran, wie auch bei meinen Antworten auf Anfragen an mich.
      Da ticken wir beide gleich 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

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