Montagsfrage vom 15. Juni 2020 – Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?)

Guten Abend liebste Buchmenschen,

Montagabend, die neue Woche ist also schon voll im Gange. Nach knapp 3 Monaten war ich heute das erste Mal wieder im Büro. Auf freiwilliger Basis und nur zu zweit – wir könnten also ein Bürostuhlrennen im Großraumbüro veranstalten, aber noch können wir uns zügeln. Es tut gut, sich fachlich wieder auszutauschen und dabei anzusehen, natürlich mit Abstand. Nichtsdestotrotz wird mich das Home Office zukünftig immer wieder begleiten, so dass ich mir zwangsläufig zuhause einen Schreibtisch einrichten musste. Naja, was solls. Immerhin ist es besser als den Esstisch umzufunktionieren. So viel zu meinen aktuellen Mimimi-Problems.

Doch kommen wir zur Montagsfrage von „Lauter & Leise„. Meinen Lieblingseinstieg in die Blogwoche. Ich danke Antonia für die leichtere Frage diese Woche. Aber sie bringt mich auch innerlich ein bisschen zum Jammern:

Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?)

Ja, soll ich lachen oder weinen. Ich bin mir noch nicht sicher, aber gegrinst habe ich trotzdem, als ich die Frage gelesen habe. Einfach, weil ich letzte Woche einen Neuzugangspost mit dem Ausdruck „Es ist ja noch Platz im Bücherregal“ online stellte. Es passt dementsprechend wie die Faust aufs Auge.

Ok, wenn ich mich nicht verzählt habe, beläuft sich mein SUB auf 51 Bücher (eBooks eingeschlossen). Ende 2019 waren es 46. Klingt nicht nach einer riesigen Eskalation. Bedenkt man aber dabei, dass ich Ende 2018 noch 29 ungelesene Bücher hatte, dann sieht man eine steigende Tendenz und wir sind mitten in 2020. Rechne ich dazu, dass ich aktuell unter meinem Leseschnitt liege, mag ich nicht weiter drüber nachdenken. Im Endeffekt ist jegliche Planung über den Haufen geworfen und mich stört das immer weniger, auch wenn es sich nicht so anhört.

Ende letzten Jahres bin ich voller Tatendrang in die Planung für das neue Jahr gegangen. Ich wollte weniger Rezi-Exemplare anfordern, meine angefangenen Reihen weiter lesen oder beenden, nicht so viel Neues aus dem Buchladen nach Hause schleppen und mein Lesepensum vielleicht beibehalten. Das mit dem Lesepensum klappt eher schlecht als recht, weil meine Prioritäten sich einfach verschoben haben (wir bedanken uns bei meinem Lieblingsmann). Ich genieße das und lese trotzdem fast jeden Tag, nur eben weniger. Rezensions- bzw. Leseexemplare sind weniger als im letzten Jahr vorhanden, nur ich lese ja auch weniger… Ich überlege inzwischen knallhart, ob ich mit Frühjahr/Sommer 2021 gar keine mehr anfordere. Ob ich das schaffe, ist fraglich. Ihr seht schon Booknerdproblems. Ich arbeite dran.

An sich mag ich es einen SUB zu haben. Der Lesestoff geht niemals aus, die Auswahl lässt zu wählerisch zu sein und ich freue mich jedes Mal, wenn ich den Stapel sehe, auf zukünftige Buchabenteuer. Den SUB pflege ich mit viel Liebe, sortiere ihn um, lege mir Bücher zurecht, die ich als nächstes lesen möchte und sie haben ihren eigenen Platz im Regal. Alles hat sein System. Die SUB-Regalbretter unterteilen sich in Fantasy, Thriller, Romantik, Graphik Novel, Kinder- und Jugendbuch. Hach ja, das ein oder andere darf sicherlich bald dem SUB entschwinden, ganz bestimmt.

Und wie sieht das bei euch aus?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

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6 thoughts on “Montagsfrage vom 15. Juni 2020 – Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?)”

  1. Moin Tina,

    Ich pflege auch eher entspannte Beziehungen zu meinen beiden SuBs. Das ist auf Dauer stressfreier und somit gesünder. Schließlich sind Bücher ja auch keine leicht verderbliche Ware mit eingeschränktem MHD, die schnell verbraucht werden müssen. Was ändert sich denn in zwei Jahren an einer momentanen Neuerscheinung? Einzig und alleine, dass es dann keine Neuerscheinung mehr ist, aber…

    …eine gute Geschichte bleibt eine gute Geschichte!

    Gruß
    Andreas

  2. Hi Tina,
    ich mag dein Rechenbeispiel 😀
    Eine solche Anfragesperre für Rezensionsexemplare hatte ich auch kürzlich für mich selbst festgelegt. Durch Umstände in meinem Leben, hatte sich ein so großer Stau angesammelt, dass ich im Winter bis zum Frühjahr keine neuen Anfragen versendet habe. Allerdings … hatte dies nur teils einen echten Effekt, da ich danach jetzt ziemlich wild ausgeufert bin, mit meinen Rezi-Anfragen.
    Aber auch das versuche ich entspannt anzugehen.
    Ich wünsche dir einen schönen Lesetag und sende liebe Grüße
    Sandra

    1. Hi Sandra,

      manchmal kommt alles aber auch anders als man denkt und dann ufert es aus.
      Aber du warst dann wirklich konsequent bis zu einem gewissen Punkt 🙂

      Liebe Grüße
      Tina

  3. Das mit dem nicht mehr Anfordern oder Nein sagen zu RezEx, ist echt ein Problem. Im Moment sitze ich allerdings eher der Werbung von Autor:innen für ihre Kolleg:innen auf. Und dann stehe ich im Laden, kaufe das Buch und die Buchhändlerin schwatzt mir noch das nächste auf. Neverending Story. 😀

    Liebe Grüße
    Mona

    1. Liebe Mona,

      ja, Empfehlungen können auch „tödlich“ sein. *lach oder geplante Buddyreads.
      Durch diverse Rezensionen ist mein SUB genauso gewachsen wie meine Wunschliste, so ein bisschen jedenfalls.

      Liebe Grüße
      Tina

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