Montagfrage vom 8. Juni 2020 – Welche Bücher gegen Rassismus fallen dir ein?

Einen wunderschönen Wochenstart meine Lieben,

nach einem schönen Wochenende mit Erdbeerkuchen bei der Familie, leckeren Restaurantbesuchen, einem Besuch des Völkerschlachtdenkmals und viel Kuschelzeit mit dem Lieblingsmann, melde ich mich zurück.

Mein wöchentlicher Einstieg in die Blogwoche ist heute, erneut, nicht so einfach. Antonia von „Lauter & Leise“ nimmt sich nun doch dem Thema Rassismus an.

Welche Bücher, die gegen die Ignoranz und Unwissenheit bezüglich dieses Themas arbeiten, kennt ihr und könnt ihr weiterempfehlen?

Ich gebe offen zu, dass ich beim Lesen des Beitrages von Antonia kurz überlegt habe die Montagsfrage auszulassen. Nicht, weil ich mich der Thematik entziehen möchte, das wäre pure Ignoranz und Naivität, sondern weil mich das Geschehen überfordert. Ich bin keine Aktivistin und mein politisches Hintergrundwissen ist miserabel. Ich bekomme es gerade so hin, mein Leben im Überblick zu behalten und versuche viel, dass es zumindest mir nahe stehenden Personen gut geht bzw. möchte ich das gern. Vielleicht reichen solche Beweggründe nicht aus, für den ein oder anderen. Mir ist bewusst, dass Rassismus alltäglich ist und verdammt nochmal, das ist zum… Okay, ich versuche die Contenance zu behalten. Trotzdem bin ich für mich selbst im Reinen damit. Mensch bleibt Mensch. Ich mag oder mag sie nicht aufgrund der Hautfarbe oder der Länge ihrer Arme, Beine oder weil ich graue Augen doof finde (jetzt nur mal gesponnen). Ich bin nicht sicher vorm Schubladendenken, jedoch versuche ich offen auf Menschen zuzugehen bzw. ihnen Zugang zu mir zu gewähren – sonst verliert man die Chance jemand ganz Wunderbaren kennenzulernen, nicht wahr?

So viel zu meiner Person, doch Antonia wollte gern Buchempfehlungen, die dazu passen. Wie so oft habe ich wenig darüber gelesen. Aber ein Buch fiel mir sofort ein und das fand ich letztes Jahr richtig gut, weil es Alltagsrassismus auf den Punkt gebracht hat und dazu eine Geschichte aus 2 Perspektiven über 2 Zeitstränge darstellt. Mit dem Augenmerk, dass sich seitdem nicht viel verändert hat, leider.

Ich spreche von „Auf der Suche nach dem Kolibri“ von Ava Dellaira. Vielleicht sagt dem ein oder anderen „love letters to the dead“ etwas. Ja genau, die Autorin! Dieses Buch habe ich innerhalb eines Buddyreads gelesen, es wühlte mich auf, überraschte mich, brachte mich zum Nachdenken und passt zu der heutigen Frage wie die Faust aufs Auge. Es steckt so viel Gefühl darin, eine tolle Mutter-Tochter-Geschichte, die Themen Liebe und Herkunft, ebenso wie Rassismus. Ich hatte nur einen Kritikpunkt bezüglich der Dramatik. Wenn ich mir das Geschehen in der Realität anschaue, scheint mir dieser Punkt allerdings eine Farce zu sein… Hier findet ihr meine Rezension dazu.

Damit schließe ich die Montagsfrage für mich. Welche Empfehlungen habt ihr?

Liebe Grüße Tina (& Diego)

6 Kommentare

  1. Hey ihr zwei,

    ich denke, das ist eine gute Empfehlung, also Job erfüllt! 😉
    Weißt du, solange du dir bewusst bist, dass Rassismus existiert und du als Weiße privilegiert bist, ist der entscheidende Schritt doch schon getan. Natürlich ist Engagement wichtig, aber viel bedeutender ist das eigene Umdenken.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Liebe Grüße,
    Elli

  2. Moin Tina!

    Ich kann Dich sehr gut verstehen: Es passieren im Moment so viele unfassbare Dinge auf der Welt, dass ich schier erschöpft bin aufgrund meiner Fassungslosigkeit. Ich habe das Gefühl, ich werde von den Nachrichten überrollt und zu Boden gedrückt. Ich kann die Geschehnisse kaum ertragen, da sie so gänzlich meinem Menschen- und Weltbild widersprechen. Ich versuche, mich der Nachrichtenflut zu entziehen, ohne mir ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Ja, ich nehme nicht mehr allumfassend teil und bin darum weniger informiert. Aber „mangelnde Teilnahme“ bedeutet nicht automatisch „mangelnde Anteilnahme“…!!!

    Liebe Grüße
    Andreas

    1. Hallöchen Andreas,

      ich bin erleichtett, dass es nicht nur mir so geht und das beruhigt mich ungemein, weil ich doch das Gefühl habe, dass ich doch mehr tun müsste.
      Danke dir.

      Liebe Grüße
      Tina

  3. Ich habe gerade sehr spontan „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen: aber wissen sollten“ von Alice Hasters gelesen. Beim Bücherstammtisch am Montag wurde das Buch kurz angesprochen, weil eine Freundin es verschenkt hatte und begeistertes Feedback erhielt. Nun wollte sie es auch lesen. Ich hatte dann in der Onleihe geschaut, ob sie es da haben und das Buch spontan ausgeliehen und sofort gelesen. Es liest sich wirklich gut und gibt einem viel zum Nachdenken. Mit meinem Mann habe ich total viel diskutiert.
    Tatsächlich habe ich aber überlegt, das Buch nicht zu rezensieren, da es mein erstes Sachbuch zu dem Thema war und ich mich nicht ausreichend fit fühle, um angemessen zu rezensieren.

    Liebe Grüße
    Mona

    1. Vielleicht rezensierst du das Buch ja später, wer weiß.
      Sachbücher zu der Thematik habe ich noch nicht in Betracht gezogen. Fakten sind manchmal einfach schwieriger zu verstehen als eine „alltägliche“ Geschichte. Allerdings gebe ich zu, dass es immer darauf ankommt, wer es geschrieben hat.
      Danke dir also für die Empfehlung.

      Liebe Grüße
      Tina

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